Newsnational Sonntag, 24.08.2014 |  Drucken


(v.l.n.r) ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek, Bundesminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel, Fazl Altin (Islamische Föderatin/Mevlana-Moschee) KRM-Sprecher Ali Kizilkaya
(v.l.n.r) ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek, Bundesminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel, Fazl Altin (Islamische Föderatin/Mevlana-Moschee) KRM-Sprecher Ali Kizilkaya

Frieden sichern in Deutschland

Sigmar Gabriels Anteilnahme und Solidarität mit den Betroffenen der jüngsten Moscheebrandanschläge bezeugte er durch einen Besuch vor Ort

Berlin (KNA) Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel hat am Wochenende die Berliner Mevlana-Moschee besucht, in der es vergangene Woche gebrannt hat. Damit habe er seine Solidarität mit den in Deutschland lebenden Muslimen ausdrücken wollen, betonte er: «Ein Anschlag auf Kirchen, Gotteshäuser und Moscheen ist ein Anschlag auf das Zentrum der Gesellschaft», sagte Gabriel, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, in das Gebetshaus in Berlin-Kreuzberg gekommen war und dort mit Gemeindemitgliedern sprach. In einem Anbau der Moschee war vergangene Woche ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.

Bereits zuvor hatte Gabriel am Rande einer SPD-Präsidiumssitzung in Berlin bekräftigt, Angriffe gegen den Islam seien «genauso verabscheuungswürdig wie Antisemitismus». Kritik und Vorgehen gegen den Terror der Gruppe «Islamischer Staat» (IS) seien nicht gegen den Islam und die Muslime generell gerichtet. Der «Islam gehört zu Deutschland», zitierte Gabriel den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff.

In Deutschland sollten keine Konflikte aus anderen Teilen der Welt ausgetragen werden, mahnte Gabriel weiter beim Besuch der Moschee. Der mutmaßliche Brandanschlag auf die Moschee dürfe keinen Keil in die Gesellschaft treiben, betonte auch Mazyek. Er sprach von einer schweren Woche«. Zuvor hatte der Zentralrats Vorsitzende bereits eine Synagoge in Wuppertal sowie Moscheen in Bielefeld besucht, auf die zuletzt Brandanschläge verübt worden waren.

Als »wichtiges Zeichen, dass das nicht nur ein muslimisches Problem ist«, wertete Fazli Altin, der Präsident der Islamischen Föderation in Berlin, den Besuch Gabriels. Auch der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya, verurteilte Übergriffe auf Moscheen und unterstrich, Gotteshäuser seien besonders schützenswerte Gebäude.



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