Newsnational Donnerstag, 25.10.2012 |  Drucken

Gesegnetes Fest! Id al-adha mubarak! Bayraminiz mübarek olsun!

islam.de möchte Euch und Euren Familien zum Opferfest ganz herzlich beglückwünschen. Möge dieser Tag, wo einst der Prophet Abraham als Zeichen seiner Gottestreue zum Fundament der großen Weltreligionen wurde, für uns ein Tag der Freude, der Liebe und
Brüderlichkeit sein.

Möge Allah der Erhabene unsere Gebete annehmen und uns zu Seinen wahren Freunden zählen, wie einst den Propheten Abraham, der mit Vertrauen, Gehorsam und Liebe gegenüber seinem Schöpfer seine große Standhaftigkeit und Geduld bewies, denn Ibrahim wird im Quran als Khalilullah (der Anvertraute Allahs) bezeichnet: „Und Allah hat sich Ibrahim zum innigen Freund genommen." (4:125).

Das Opferfest

Das Opferfest (arab. Îd al-Adhâ; türk. Kurban Bayramı) findet am 10. Tag des 12. Monats nach islamischer Zeitrechnung statt. Es findet also während der Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, statt. An diesem Tag gedenken die Muslime der beiden Propheten Abraham und Ismael – Allahs Friede und Segen über ihnen. Im Koran lesen wir, das Abraham eines Tages zu seinem Sohn sprach:
„O mein lieber Sohn, ich sehe im Schlaf, dass ich dich schlachte. Schau jetzt, was du (dazu) meinst.“ Er sagte: „O mein lieber Vater, tu, was dir befohlen wird. Du wirst mich, wenn Allah will, als einen der Standhaften finden.“Als sie sich beide ergeben gezeigt hatten und er ihn auf die Seite der Stirn niedergeworfen hatte, riefen Wir ihm zu: „O Ibrāhīm, du hast das Traumgesicht bereits wahr gemacht.“ Gewiß, so vergelten Wir den Gutes Tuenden. Das ist wahrlich die deutliche Prüfung. Und Wir lösten ihn mit einem großartigen Schlachtopfer aus. Und Wir ließen für ihn (den Ruf) unter den späteren (Geschlechtern lauten): „Friede sei auf Ibrāhīm!“. So vergelten Wir den Gutes Tuenden. [37:102-110]

Abraham war bereit, seinen Sohn Ismael zu opfern, als Zeichen seiner aufrichtigen Hingabe zu Gott. Und auch dieser war – als Zeichen seiner aufrichtigen Hingabe zu Gott – bereit, sich opfern zu lassen.

Zu den rituellen Handlungen anlässlich dieses Tages gehört es, dass jede Familie, wenn sie finanziell dazu in der Lage ist, ein Opfertier schlachtet beziehungsweise schlachten lässt. Bei dieser rituellen Handlung steht keineswegs der Vorgang des Schlachtens oder gar das Fleisch im Vordergrund, sondern die Erfüllung einer rituellen Pflichthandlung. Im Koran lesen wir: „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut werden Allah erreichen, aber Ihn erreicht die Gottesfurcht von euch (…)[22: 37]

Es wird empfohlen, das geopferte Fleisch zu verteilen: ein Drittel wird an Arme und Bedürftige, ein Drittel an Freunde und Verwandte verteilt und ein Drittel steht der eigenen Familie zu.

Der Segen des Opferfestes ist groß: Die Erfüllung einer von Gott auferlegten religiösen Pflicht; die Befolgung einer Prophetentradition; die Beschenkung der Armen; das Gebet in der Gemeinschaft; die gemeinschaftliche Feier eines großen Festes; der Höhepunkt der Pilgerfahrt und vieles andere mehr.

Die Hadsch

Die Hadsch ist für Muslime der Höhepunkt ihres irdischen Lebens. Für alle erwachsenen und gesunden Muslime, die die Mittel dazu aufbringen können, ist es Pflicht, mindestens einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Dort durchlaufen sie die verschiedenen Stationen der Hadsch.

Sie besuchen die Kâba, umrunden sie siebenmal, gehen siebenmal zwischen den Orten Safâ und Marwa, beten am Berge Arafat, steinigen symbolisch den kleinen, mittleren und großen Satan, opfern ein Opfertier und reinigen sich mit all diesen Handlungen von ihren vorherigen Sünden und Fehlern, so dass sie wie neugeboren in ihre Heimat zurückkehren.



Lesen Sie dazu auch:
Erlebe die Hadsch - Reise-Dokumentation von Andreas Yasin Herrmann (Video)
Das Islamische Wort im SWR: Der Prophet Abraham, die Pilgerfahrt und das Opferfest

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