Newsnational Montag, 23.04.2007 |  Drucken

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Ludwigshafen: Moschee mit Hakenkreuzen beschmiert

Anschläge sind keine Einzelfälle

Ein trauriger Anblick erwartete letzten Mittwoch die Moschee-Besucher der Alemi-Islam-Moschee in Ludwigshafen am Rhein. Unbekannte Täter haben in der Nacht die Moschee mit rechtsextremen Symbolen beschmiert. Dabei wurden die Außenwände der beiden Moscheegebäude und das Eingangstor mit großen Hakenkreuzen und SS-Zeichen besprüht.

Vorstand und Mitglieder der Gemeinde zeigten sich sehr betrübt über den Vorfall. „Warum?“, war die meistgestellt Frage an diesem Tag. Man hatte zwar immer wieder von Anschlägen und Schmierereien mit Nazi-Symbolen auf Moscheen gehört, doch das es auch mal „unsere Moschee“ treffen wird, daran hatte hier keiner gedacht. Dabei gab es bisher nie Probleme mit der Nachbarschaft.

Die Alemi-Islam-Moschee mit ihrem Motto „Nicht einen Tag, jeden Tag im Jahr geöffnet“ ist bekannt für ihre Integrationsbemühungen in Ludwigshafen. Sie wirkt seit Jahren aktiv am interreligiösen Dialog in Ludwigshafen mit. Die Gemeinde ist die älteste Gemeinde in Ludwigshafen und hatte Jahrzehnte lang ihren Sitz im Stadtteil Hemshof. Vor vier Jahren kaufte sie von der Stadt Ludwigshafen das derzeitige Anwesen in der Krummlachstraße. Zu Protesten oder Bürgerbewegungen gegen die Moschee war es in Ludwigshafen wie andernorts nicht gekommen.

Dieser Anschlag ist leider kein Einzelfall in Deutschland. Immer wieder werden Moscheen Ziel rechtsextremistischer Verbrechen. Zuletzt eine ATIB-Moschee in Dortmund vor ein paar Wochen. Siehe dazu auch untere link.

Sicherlich begünstigt auch die momentane extrem negeative Stimmung in der Bevölkerung gegenüber den Muslimen und einige ihrer Potentaten - wenn man z.B. die Akteure der Moscheebaugegner als Beispiel nennt - dieses nicht ungefährliche gesellschaftliche Klima.




Lesen Sie dazu auch:
Dortmund: Brandbomben auf ATIB-Moschee des Zentralrates der Muslime in Deutschland
Freispruch nach Brandanschlag auf Moschee
Politik verharmlost systematisch Neonaziterror in Deutschland - Bericht

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