Newsnational Sonntag, 28.10.2007 |  Drucken

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Christlich-Islamische Gesellschaft feiert ihr 25jähriges Bestehen mit einem Festakt

Grossmufti von Sarajewo und Integrationsminister Laschet
erklären, dass der Islam ein Teil Deutschlands ist

Der Grossmufti von Bosnien-Herzegowina, Dr. Mustafa Ceric, war zu Gast, als gestern die Christlich-Islamische Gesellschaft ihr 25jähriges Bestehen feierte. Beim Festakt im Bensberger Kardinal-Schulte-Haus sprach er zum Thema: „Christen und Muslime - Gemeinsame Wurzeln und Perspektiven für Europa“. Der Vertreter eines Islam europäischer Prägung und Inhaber der Theodor-Heuß-Medaille hatte 2006 gemeinsam mit anderen muslimischen Oberhäuptern ein Schreiben an Papst Benedikt XVI. nach dessen Regensburger Rede unterzeichnet.

Weitere Ehrengäste sind NRW-Integrationsminister Armin Laschet, Botschaftsrat Sadi Arslan, als derzeitiger Sprecher des Koordinationsrat der Muslime und Vorsitzender der DITIB, der Essener Weihbischof Franz Vorrath, Oberkirchenrat Winfried Neusel und Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma sowie die MdBs Ruprecht Polenz und Josef Winkler. Am Festakt nahmen muslimische und christliche Dialogvertreter aus ganz Deutschland teil.

„Die Christlich-Islamische Gesellschaft steht für einen partnerschaftlichen Dialog von Muslimen und Christen. Wir wollen das Gemeinsame der Religionen betonen und das Trennende so erklären, dass die gegenseitige Verständigung fortschreitet,“ sagt W. Sabri Hoffmann, Vorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft anlässlich des Festaktes. Die Christlich-Islamische Gesellschaft ist Deutschlands ältester und größter Zusammenschluss von Christen und Muslimen zur Förderung des interreligiösen Dialogs.

Der Integrationsminister Armin Laschet hat sich zum interreligiösen Dialog bekannt. Es sei eine „Tatsache, dass der Islam ein Teil Deutschlands“ sei, sagte Laschet . Angesichts einer religiösen und kulturellen Vielfalt in der Bevölkerung sei es wichtig, im Austausch zwischen den Religionen «Gemeinsamkeiten zu suchen, zu pflegen und die Unterschiede verstehen zu lernen».

Die Diskussion um den Bau einer neuen Moschee in Köln habe gezeigt, «wie wichtig die Arbeit der Christlich-Islamischen Gesellschaft nach wie vor ist», sagte Laschet. Noch immer gebe es «Unwissen und Halbwissen über den Islam».





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