Ramadan: Muslime freuen sich auf die schönste Zeit des Jahres Dienstag, 01.01.2008 |  Drucken

Ramadan: Muslime freuen sich auf die schönste Zeit des Jahres

Der Ramadan gilt bei den Muslimen als heiliger Monat, in dem noch mehr als sonst Solidarität, innere Reinlichkeit und der tiefer Glaube im Mittelpunkt des Alltags stehen.

Weltweit freuen sich Muslime auf die schönste Zeit des Jahres vor. Der Fastenmonat Ramadan steht vor der Tür und gilt bei den Muslimen als heiligster Monat, in dem Solidarität, innere Reinlichkeit und der tiefe Glaube im Mittelpunkt des Alltags stehen.

Im neunten Monat des islamischen Jahres wurde einst der Quran herabgesandt und der Prophet Mohammed (Friede seit mit ihm) stieg in den Himmel empor um alle Propheten vor ihm zu sehen. Im Ramadan verzichtet ein Muslim von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang auf die Nahrungsaufnahme, Getränke, Geschlechtsverkehr und das Rauchen.

"Das Fasten ist euch ein Schutz"

Der Fastende geht tief in sich, enthält sich jeglichen kontroversen Situationen und genießt das "Frei werden" von Körper und Geist. Die Fastenzeit entspricht einer seelischen Pilgerfahrt zu Gott, in der die Muslime sich ganz und gar ihrem Glauben widmen.

Neben der klaren Aufforderung zum Fasten durch die heilige Offenbarung, gibt es auch dutzende Hadithe zu dieser Thematik. "Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz; so soll er (während des Fastens) weder Schändlichkeit noch Torheit begehen; und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm zweimal sagen: Ich faste." und weiter: "Allah sagt: Er (der Fastende) stellt Meinetwegen sein Essen und Trinken sowie seine Begierde ein. Das Fasten ist Mir gewidmet und ich belohne entsprechend; und jede gute Tat wird gleichermaßen zehnfach belohnt." [überliefert durch Abu Hurayra].

Solidarität und tiefer Glaube

Das abendliche Fastenbrechen (arab.: Iftar) geht meist mit einer alten Tradition überein und symbolisiert die Nachahmung des Propheten Mohammed (Friede seit mit ihm).

Nach dem Gebetsruf isst der Fastenden eine Dattel und trinkt einen Schluck Wasser, dem der Spruch "O Allah, um Deinetwillen habe ich gefastet und an Dich geglaubt und mit Deiner Versorgung breche ich das Fasten. Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen, des Gnädigen" vorausgeht.

Das abendliche Mahl muss jedoch maßvoll und in tiefer Solidarität mit allen armen und hungernden Menschen eingenommen werden. Das Fasten dient nicht als Abmagerungskur, es entspricht einem göttlichen Gebot. Daher sind Vorwürfe, dass dieses gesundheitsschädlich ist nicht gerechtfertigt.

Eine seelische Pilgerreise

Stillende und menstruierende Frauen, Alte und Kranke sind von der Fastenpflicht ausgenommen, da die körperliche Fitness eine Voraussetzung für die Begehung der religiösen Pflicht darstellt. Die Fastenden verrichten nächtens zusätzliche Gebet (arab.: Tarawih) und rezitieren den Quran.

Das Ende des Ramadan wird mit einem dreitägigen Fest (arab.: Eid ul fitr) und einem Festgebet am ersten Tag des darauffolgenden Monats begangen.

In den folgenden Wochen liegt es nun an jedem Muslim selbst, sich seiner religiösen Pflicht bewusst zu werden. Es folgt eine Zeit der inneren Ruhe, dem Versuch vom irdischen Leben Abstand zu gewinnen und sich nur dem einen und barmherzigen Schöpfer zu widmen (Karim Saad, kismetonline.at)




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