Artikel Freitag, 02.03.2007 |  Drucken

Bekenntnis zu Jesus Christus - Neulich zum Aschermittwoch in Berlin mit Bischof Huber und Kardinal Sterzinsky – Von Volker Neef

Am 21.02. 07 luden Bischof Dr. Huber und Georg Kardinal Sterzinsky zum "Aschermittwoch der Künstler" ein. Die Veranstaltung fand erst im Karmel Maria Regina Martyrum in Berlin-Charlottenburg statt. Dort wurde eine Ökumenische Vesper mit der Austeilung des Aschekreuzes gefeiert.Die Predigt hielt Bischof Dr. Wolfgang Huber.In seiner Rede betonte er, in Berlin bekennen sich 1 Mill. Menschen zu Jesus Christus (Isa/a.s.). Anschließend fand ein Ortswechsel statt und man begab sich in das Evgl. Gemeindezentrum Plötzensee.

Prof. Dr. Hellmuth Matiasek hielt die Künstlerrede.Sie stand unter dem Titel: "Wir sind Narren". Der Redner ist Regisseur, Staatsintendant a.D. sowie Künstlerrischer Leiter der Carl-Orff- Festspiele Andechs. Prof. Matiasek sagte, zwischen Weimar und Buchenwald lägen nur wenige km, aber Welten. Der Massenmord im 3. Reich sei Regierungsprogramm gewesen.Das alles in einem Land, das so hervorragende Künstler in allen Bereichen wie Literatur, Bildhauerrei, Malerei, Musik, Tanz hervorgebracht habe.
Er zitierte Adorno, der damals die Frage stellte, ob es nach Auschwitz überhaupt noch Gedichte, sprich also Kunst, geben dürfe. Prof. Matiasek erinnerte die Künstler und uns Zuhörer daran, daß eines Tages der Künstler als auch sein Werk zu Staub zerfielen. Dessen müsse sich der Kulturschaffende immer bewußt sein.Krieg, Elend und Vertreibung weltweit werde von den Künstlern, gerade heute, nicht verschwiegen . "Manche Künstler haben ihren Godot schon gefunden und bewirtet." Die Szene des Künstlers ist die heutige Welt, wie sie nun einmal ist. Daher sind manche Bilder so grausam.Deshalb auch seine Rede unter dem Titel: "Wir sind Narren".
Denn, so Prof. Matiasek weiter, in der Bibel heißt es bei Paulus : "Wir sind Narren-ihr seid Kluge". Mit langanhaltendem Applaus dankte das Publikum dem Künstler Prof. Hellmuth Matiasek.

Anschließend wurde Bischof Dr. Huber von Journalisten befragt.
Ein Journalist sagte, es erstaune ihn, daß in Berlin insgesamt nur ca. 750.000 Christen lebten, zählt man alle christlichen Religionsangehörigen zusammen. Daraufhin antwortete der Bischof, es bekennen sich 1 Mill. Leute in Berlin zu Jesus Christus (Isa/a.s.). Der Journalist wies den Bischof daraufhin, auch ca. 250.000 Muslime in der Hauptstadt bekennen sich zu Christus/Isa a.s. Das verneinte Dr. Huber entschieden, denn, wer sich weigere, in Christus (Isa a.s.) Gottes Sohn zu sehen, lehne Christus als Ganzes ab.

Also lehnen wir Muslime nach theol. Auffassung des Hrn. Bischoff Jesus Chrisus ab. Wie gut , daß es im Heiligen Koran am Ende der Sure 109 heißt:" Du hast Deine Religion, ich habe meine Religion".
Was würde man uns Muslimen nicht alles vorwerfen und unterstellen, wenn wir sagten, weil Christen mehrheitlich glauben, Gott, Jesus a.s. und der
Heilige Geist seien eine einzige Person lehnen sie Christus ab.
Schon wären wir intolerant. Ich fand es hochinteressant, festzustellen, daß Bischof Huber bestimmt, wen Muslime anerkennen und ablehnen.Ist dann "Unser" Isa/a.s. eine ganz andere Person als Jesus Christus?
Erinnert sei an das Motto der Künstlerrede : "Wir sind Narren





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