Newsnational Montag, 02.01.2017 |  Drucken

Jüdisch-muslimische Begegnungen mit syrischen und senegalesischen Flüchtlingen in Berlin, Wuppertal, Dresden und Frankfurt – über 300 Teilnehmer

Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin Kramer: „Nutzt die Chancen, die Deutschland Euch heute bietet“ – Besonderes Highlight: Halal-Koscher-Buffet

Mehr als 300 Jugendliche beteiligten sich an der Veranstaltungsreihe „Weisst Du Wer ich Bin“ in Bernau (Jüdische Gemeinde bei Berlin), Wuppertal (muslimische Gemeinde), Frankfurt (Muslimische Gemeinde) und Dresden (ZMD-Flüchtlingseinrichtung mit über 100 Teilnehmern). Mit diesem Projekt fördert das Bundesministerium des Inneren das friedliche Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) setzte das Projekt gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde für den Landkreis Barnim und dem Netzwerk Holocaust Überlebender des Landes Brandenburg um.

„Es ist uns ein besonderes Anliegen, auch jugendliche Flüchtlinge in unser Dialogkonzept mit einzubeziehen“, begrüßte Aiman Mazyek, Vorstandsvorsitzender des ZMD, die Jugendlichen aus Syrien und dem Senegal. Sie hätten schlimme Kriegs- und Fluchterfahrungen hinter sich und seien deshalb an Dialog und Reflexionsangeboten interessiert. Sowohl in der Thora, als auch im Koran gilt der Vers und gleichzeitig die Maxime, so Mazyek abschließend: „Und wer einen Menschen rettet, für den soll es sein, als habe er die ganze Welt gerettet“.

Diana Sandler Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde für den Landkreis Barnim, Dr. Leah Floh, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinde Mönchengladbach und Michael Moses Sandler beantworteten den Teilnehmern Fragen über das Judentum. Lubov Kramer hielt als Überlebende des Holocaust einen beeindruckenden und gleichsam mahnenden Vortrag als Zeitzeuge. „Nutzt die vielen Chancen, die Deutschland Euch heute bietet“, empfahl sie den jugendlichen Teilnehmern.

Elena Spangenberg, Ahmad Aweimer, Mohammed Assila, Abdassamed El Yazidi, Danilo Feigel und Zakaria Nouri erinnerten an die Gemeinsamkeiten der abrahamitischen Religionen und warben für ein friedliches Miteinander.   

Hamza Wördemann empfahl, sich das umkomplizierte Verhalten von Kindern zum Vorbild zu machen.  Er erinnerte an die vielen Beispiele gelungener Zusammenarbeit in gesellschaftspolitischen Fragen.   

Suphian Al-Sayad und Elif Esile Altundag organisierten ein erlebnispädagogisches Ambiente mit interreligiösen Quiz und Kennenlernspielen. Ein besonderes Highlight stellten das Mittagsbuffet dar, die von jüdischen und muslimischen Gastronomen koscher und halal zubereitet und präsentiert wurden.

Mehr Infos und Bilder auf Facebook-Seite des ZMD (https://www.facebook.com/ZentralratDerMuslime/)


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