Newsnational Freitag, 15.07.2016 |  Drucken


Reaktionen nach dem perfiden Anschlag in Nizza

ZMD, Religionsgemeinschaften und Politiker zeigen sich solidarisch und in Trauer für die Opfer unserer Nachbarn in Frankreich

Am späten Donnerstagabend war im südfranzösischen Nizza ein Lastwagen durch eine Menschenmenge gerast, die sich zu einem Feuerwerk am Nationalfeiertag auf der Strandpromenade versammelt hatte. Nach aktuellen Medienangaben wurden mindestens 84 Menschen getötet; unter den vielen Verletzten seien 18 in einem kritischen Zustand. Der mutmaßliche Angreifer, ein 31-jähriger Franko-Tunesier, wurde von der Polizei erschossen. Die Hintergründe sind noch unklar. Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande sprach von einem «terroristischen Charakter» der Tat.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) verurteilte diesen brutalen und menschenverachtenden Terrorakt aufs Schärfste. Er rief seine und alle anderen Gemeinden und Moscheen auf, heute zum Freitagsgebet für die Toten, Verletzten, deren Familien und Angehörigen zu beten.
Aiman Mazyek äußerte dazu: „Wir sind tief erschüttert über diesen feigen und perfiden Anschlag. Menschen die gestern Nacht gemeinsam mit ihren Familien den Nationalfeiertag Frankreichs zelebrierten, wurden hinterhältig ermordet. Wir stehen gemeinsam solidarisch an der Seite Frankreichs. Wir trauern um die vielen Opfer und sind in Gedanken und Gebeten bei den Familienangehörigen. Die Werte der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die Werte der französischen Revolution sind unsere Werte. Sie anzugreifen bedeutet uns alle anzugreifen“.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am Rande des EU-Asien-Gipfels in Ulan-Bator klare Worte. "Wir alle, die wir hier auf Asem-Gipfel zusammengekommen sind, sind vereint in der Fassungslosigkeit über den massenmörderischen Anschlag in Nizza". und ergänzte "Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs, vereint mit vielen, vielen anderen. Ich bin sehr überzeugt, dass trotz aller Schwierigkeiten wir diesen Kampf gewinnen werden."

Bundespräsident Joachim Gauck und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) reagierten ebenfalls äußerst bestürzt. «Der 14. Juli, der Tag, an dem Frankreich seinen Nationalfeiertag begeht, steht für die Werte der Französischen Revolution, die auch unsere Werte sind», heißt es in einem Kondolenzschreiben Gaucks an Hollande. «Ein Angriff auf Frankreich ist deshalb ein Angriff auf die gesamte Freie Welt.»

Betroffenheit zeigte auch Papst Franziskus der seine Nähe zu den Opfern am Freitag  bekundete, sowie der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald Lauder,der den Anschlag als einen kriegerischen Anschlag betitelte.




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