Artikel Freitag, 13.05.2016 |  Drucken

Ministerpräsident Volker Bouffier empfing ZMD-Landesvorstand

Auf Einladung der hessischen Staatskanzlei empfing Herr Ministerpräsident Volker Bouffier am Mittwoch dem 27. April 2016 den Landesverband Hessen des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Abdassamad El Yazidi und dem stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Oguzhan Aksoy. 

In Anwesenheit von Herrn Staatssekretär Jo Dreiseitel, Herrn Staatssekretär Michael Bußer und dem Referatsleiter der Verbindungsstelle zu den Religionsgemeinschaften Herrn Dr. Walter Fischedieck fand ein konstruktiver und offener Austausch zu aktuellen politischen Entwicklungen wie auch über gesellschaftliche Themen statt. 

In dem Gespräch ging Herr El Yazidi nach der Kurzvorstellung des ZMD-Landesverbandes und seiner Strukturen sowie der in ihm organisierten Vereine auf die aktuellen Schwerpunktaktivitäten wie etwa der Gefängnisseelsorge ein: "Für eine nachhaltige und standardisierte Arbeit in diesem Umfeld ist eine Institutionalisierung zwingend erforderlich. Arbeiten von Einzelpersonen werden dies nicht zielführend darstellen können." 
Darüber hinaus unterstrich Herr El Yazidi die wichtige Rolle der muslimischen Vereine und Verbände bei der Extremismusbekämpfung. Dabei wies er auch auf die in jüngster Zeit aufgekommene verzerrende Berichterstattung in den Medien hin, welche die Imame und Moscheen der DITIB in ein negatives Licht rückten, obwohl auch diese einen unverzichtbaren Beitrag für den "Islam der MItte" leisteten. 

Nach Aussage von Herrn Aksoy "führt die aktuell stattfindende Verknüpfung von außenpolitischen Ereignissen mit gesellschaftlichen Themen zu einem Klima, welches den Boden für die politische Instrumentalisierung auf dem Rücken von Minderheiten, heute hauptsächlich der Muslime, fördert. Wir benötigen daher umso mehr eine Normalisierung, eine die allen Menschen die Teilhabe, unabhängig ihrer Kleidung oder ihres Aussehens, problemlos im Beruf und Gesellschaft ermöglicht." 

Herr Ministerpräsident Bouffier seinerseits wies auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und Veränderungen hin, die mit der Flüchtlingsaufnahme einhergingen.
Dies und die aus den Terror-Ereignissen der letzten Zeit hervorgerufenen negativen Emotionen gegenüber dem Islam und den Muslimen bedürfen eines vernünftigen Handelns und gegenseitigen Verständnisses auf allen Seiten. 
Dabei lobte er die vorgestellten Aktivitäten des hessischen ZMD-Verbandes, forderte jedoch zugleich noch mehr Präsenz und Teilhabe. 

Herr Staatssekretär Dreiseitel hob die Notwendigkeit eines schnellen und aktiven Entgegensteuerns gegen die wachsende Islamfeindlichkeit hervor, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht zu gefährden. 

Auf Basis dieser besprochenen und weiterer zu besprechenden Themen lud Herr Ministerpräsident Bouffier den hessischen ZMD-Landesverband ein, die Gespräche auch mit den Fachministerien des Landes zu intensivieren.




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