Newsnational Donnerstag, 03.12.2015 |  Drucken


Islamisches Zentrum Al-Nour in Hamburg mit vorbildlicher Flüchtlingsarbeit

Seit Monaten sind Tag und Nacht die Moscheetüren für die neuankommenden Flüchtlinge geöffnet

Das Islamische Zentrum Al-Nour, auch bekannt als Al-Nour Moschee, wurde 1993 gegründet und ist seit dem im Hamburger Stadtteil St. George zuhause.

Die Al-Nour Moschee grenzt sich zu den meisten anderen islamischen Gemeinden durch die kulturelle Vielfalt seiner Besucher ab. Die Gläubigen, die die Moschee besuchen, stammen aus über 30 Nationen und bestimmen den weltoffenen Charakter unseres Zentrums. Neben Arabern aus dem Nahen Osten und Nordafrika zählen ebenso Schwarzafrikaner sowie Asiaten von Afghanistan bis Indonesien und Deutsche zu den regelmäßigen Besuchern.  

Die Al-Nour Moschee ist mittlerweile zu einer inoffiziellen Erstaufnahmestelle geworden. Sie   vertritt die Auffassung, dass sie ein Teil dieser Gesellschaft ist und dass es ihre Pflicht sei, humanitär und sozial aktiv mitzuwirken. Seit über 3 Monaten kommen täglich ca. 200-400 Flüchtlinge (Männer, Frauen und Kinder), die mit den letzten Zügen den Hamburger Hauptbahnhof erreichen und die Nacht in Hamburg verbringen müssen, zu ihnen, da sie nicht mehr weiterreisen können. Es sind Menschen mit verschiedenen Kulturellen, sprachlichen und religiösen Hintergründen. Sie stammen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Serbien, Albanien etc.

Die Al-Nour Moschee hat mittlerweile ca. 12-15 ehrenamtliche Mitarbeiter (von denen ca. 3 die Nacht durchgehend wach bleiben) mit der Versorgung der Flüchtlinge beauftragt. Die Flüchtlinge kommen täglich zwischen 21:00 und 02:00 Uhr an, bekommen was zu essen, falls sie Bekleidung brauchen, wird diese auch besorgt und verteilt. Sie können sich waschen und von den Fluchtstrapazen erholen. Überdies bietet die Al-Nour Moschee eine Seelsorge und Beratung an.

Am nächsten Morgen gegen 9:00 Uhr ziehen die Flüchtlinge weiter und verfolgen ihre weiteren Ziele gen Norden oder in anderen Städte. Die wenigen die in Hamburg bleiben möchten, werden begleitet meist zu Erstaufnahmestellen, wo sie sich registrieren können. Ehrenamtliche Ressourcen hat die Gemeinde, jedoch die große Herausforderung dabei ist die finanzielle Belastung, und bisher werden solche wichtigen Integrationsarbeiten kaum durch dieöffentliche Hand gefördert.

Hier ein link einiger Medienberichte von den Aktivitäten



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