Newsnational Freitag, 07.08.2015 |  Drucken

Anschlag auf ATIB-Moschee

Vermutlich durch PKK-Anhänger - ZMD verurteilt die Tat aufs Schärfste - PM der ATIB hier

Vereinshäuser der Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine e.V. (ATIB) in Kornwestheim (Baden-Württemberg) wurden in der Nacht zum Freitag von Unbekannten angegriffen. An den Wänden der Vereinsräume wurden Spuren der PKK und YPG-H hinterlassen und Scheiben eingeschlagen. Betende des Abendgebetes haben in der Tatnacht schon Verdächtiges erkannt und die Polizei im Vorfeld verständigt. Diese konnte aber verständlichweise (noch) nichts machen.

Der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek, wo ATIB auch als Mitglied ist, schrieb heute dazu auf seiner Facebook-Seite u.a.:  Wir verurteilen diesen feigen Anschlag auf das ATIB- Gemeindezentrum (Moschee) - aufs Schärfste.
Hier haben die Attentäter ein Interesse, dass Zwietracht zwischen den türkischen Gruppen in Deutschland gesät wird. Mit Gewalt will man einen Konflikt nach Deutschland importieren. Das werden wir mit vereinten Kräften zu verhindern wissen. Terror hat noch nie gesiegt. Insbesondere die Politik und auch der Verfassungsschutz sind jetzt gefordert, alles daran zu setzen, dass solche Kräfte, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland wenden, keinen weiteren Nährboden erhalten.“

In einer Presseerklärung der ATIB zu dem Anschlag auf das Gemeindehaus sagte der Vorsitzende Ihsan Öner u.a. (ganze PM hier)  „Unser Verband ist ein Ort, in dem Kulturen und Vielfalt als Reichtum für die Menscheit gesehen werden und daher aktiv gefördert werden. Aus dieser Haltung heraus ist ATIB stolz auf seine zahlreichen Mitglieder, die aus verschiedenen Kulturkreisen und Ethnien stammen. Ein Beispiel ist an dieser Stelle unser ehemaliger Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg, der kurdischen Ursprungs ist und zu den Gründern der ATIB zählt. Als unabhängiger Dachverband hat sich ATIB seit der Gründung stets für ein friedliches gesellschaftliches Zusammenleben in Deutschland eingesetzt, in dem Gerechtigkeit das höchste Gut sein sollte. Daher ist es auch kein Zufall, dass die ATIB seit seiner Gründung dem Grundsatz „Wir stehen dort, wo die Gerechtigkeit steht“ folgt. Alle Aktionen, die unsere gesellschaftliche Ordnung stören, missbrauchen oder angreifen, sehen wir als Gefahr für Deutschland. Terror als größte Manifestation dieser Störung, hat keine Farben, keine Ethnie, keine Religion und kann auch nicht in „Gut“ oder „Schlecht“ eingestuft werden. Terror ist Terror und gilt für die ATIB als größte Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung in Deutschland. (…)
Wir als ATIB vertrauen den deutschen Strafverfolgungsbehörden und sind uns sicher, dass in Zukunft durch unsere gemeinsamen Bemühungen und einer enger Zusammenarbeit solche Taten verhindert werden können.“

Bleibt zu hoffen, dass kurdische Verbände und Organisationen  diese Tat deutlich verurteilen und sich davon entschieden distanzieren.





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