Newsnational Donnerstag, 19.02.2015 |  Drucken


Setzt Zeichen mit seiner Gemeinde in Braunschweig: Sadiqu Al-Mousllie

Mahnwache in Braunschweig vor dem Schloss

„Gemeinsam stehen wir gegen Hass und Terror. Alle für ein tolerantes, weltoffenes Deutschland und für Meinungs- und Religionsfreiheit"

Die Islamische Gemeinschaft Braunschweig (IGB) ruft am Freitag, 20.2.2015 zu einer Doppelaktion vor dem Braunschweiger Schloss. Die Mahnwache beginnt um 15:00. Anschließend läuft die Aktivität mit dem Titel "Ich bin Muslim - was wollen Sie wissen?"

Mit diesen Aktionen wollen die Braunschweiger Muslime mit allen anderen Braunschweigern Schulter an Schulter zusammen für das Miteinander gegen Hass und Terror stehen. "Wir lassen es nicht zu, dass extremistische Drohungen unsere Gesellschaft spalten", sagte Sadiqu Al-Mousllie, IGB-Sprecher und Beauftragter des Zentralrates der Muslime für Niedersachsen. "Wir wollen in Braunschweig erneut ein Zeichen setzen und für ein weltoffenes, tolerantes Deutschland stehen", ergänzte er.

Die Entscheidung, den Karnevalszug abzusagen, traf der Oberbürgermeister Ulrich Markurth nach intensivem Kontakt mit der Polizei und dem Staatsschutz. Der Karnevalszug gilt als der größte Norddeutschlands mit ca. 250 000 Besuchern. Die Polizei sagte, dass sie konkrete Hinweise auf eine geplante schädigende Aktion mit einem extremistischen Hintergrund hatte. Allerdings sind bis dato keine Details bekannt geworden oder Verhaftungen vorgenommen worden.

Die Absage des Zuges traf alle Braunschweiger hart und es gibt Befürchtungen, dass das Klima in der Stadt zwischen Muslimen und Nichtmuslimen sich dadurch weiter verschlechtern wird. Muslime berichten über Anfeindungen und Schuldzuweisungen. Es gab auch differenzierte Reaktionen. Die Islamische  Gemeinschaft Braunschweig (IGB, Mitglied des ZMD) reagierte sofort mit einer Erklärung, in der sie an die Vernunft aller Braunschweiger appellierte und den Terror verurteilte.






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