Newsinternational Montag, 13.10.2014 |  Drucken

Friedensnobelpreis für Kinderrechtler

Nach den Musliminnen Shirin Ebadi und Tawakkul Karman ist Malala Yousafzai die dritte Friedensnobelpreisträgerin, die diese begehrte Auszeichnung erhält. Tawakkul hatte auch dann direkt über facebook „ihrer Schwester“ herzlich gratuliert

Die pakistanische Menschenrechtsaktivistin Malala Yousafzai und der indische Kinderrechtsaktivist Kailash Satyarthi erhalten den diesjährigen Friedensnobelpreis. Damit werde ihr Eintreten gegen die Unterdrückung von jungen Menschen und für deren Recht auf Bildung gewürdigt. Kinder müssten die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen und müssten vor Ausbeutung geschützt werden, erklärte das Nobelpreiskomitee in Oslo.

Nach den Musliminnen Shirin Ebadi und Tawakkul Kamran ist Yousafzai die dritte Friedensnobelpreisträgerin, die diese begehrte Auszeichnung erhält. Tawakkul  hatte auch dann direkt über facebook „ihrer Schwester“ herzlich gratuliert.

Die 17-Jährige Yousafzai ist die mit Abstand jüngste Trägerin des Friedensnobelpreises. Die Pakistanerin war 2012 wegen ihres Einsatzes für Schulbildung für Mädchen von Kämpfern der Rebellenbewegung der Taliban auf dem Weg zur Schule angeschossen worden. Dabei erlitt sie schwere Verletzungen am Kopf. Trotz des Attentats setzte sie ihren Kampf für das Recht der Mädchen auf Bildung fort. Diesen Einsatz würdigte das Nobelkomitee. Yousafzai sei ein Beispiel dafür, dass auch schon Kinder und Jugendliche einen Beitrag dazu leisten können, ihre Lage zu verbessern. "Durch ihren heroischen Kampf ist sie zu einer führenden Fürsprecherin für das Recht von Mädchen auf Bildung geworden", hieß es weiter.



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