Artikel Montag, 31.03.2014 |  Drucken

Christlicher Theologe und Philosoph Eugen Biser verstorben - Viel für den Dialog getan

Der katholische Theologe und Religionsphilosoph Prof. Dr. Eugen Biser ist in der Nacht vom 24. auf den 25. März 2014 verstorben, er wurde 96 Jahre alt. Über 150 Bücher hat der gebürtige Badener verfasst, die in zahlreiche Sprachen übersetzt worden sind. Von 1965 bis 1969 lehrte Eugen Biser an der Universität in Passau, von 1974 bis 1986 an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München. 1987 gründete er das Seniorenstudium an der Münchener Universität und hielt dort bis 2007 Vorlesungen.

2002 rief er die nach ihm benannte Eugen-Biser-Stiftung ins Leben, die im Herbst 2013 beispielsweise das „Lexikon des Dialogs“ herausgab. Es geht um die „Grundbegriffe aus Christentum und Islam.“ (islam.de berichte)

Das im Herder-Verlag erschienene Werk ist von christlichen und muslimischen Theologen verfasst worden und die Autoren erklären die Grundbegriffe ihrer Religion und stellen sie nebeneinander und betrachten das Werk als „Einladung, das Eigene und das Fremde besser zu verstehen.“ Bei der Buchvorstellung letztes Jahr in München war der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, anwesend; bei der Buchpräsentation in Berlin hielt Bundestagspräsident Norbert Lammert die Laudatio auf das „Lexikon des Dialogs.“

Im Deutschen Bundestag sprachen wir mit Omid Nouripour über Prof. Eugen Biser. Der Parlamentarier Omid Nouripour von Bündnis 90/Die Grünen bekennt sich zum Islam. Er sagte: „Eugen Biser war ein Dialog-Stifter, der stets mehr als nur das Offensichtliche verstehen wollte. Seine Persönlichkeit und seine profunde Art des interkulturellen Dialogs werden auch den Muslimen fehlen.“ Der Zentralrat der Muslime hat den Hinterbliebenen von Prof. Biser und den Verantwortlichen der Eugen-Biser-Stiftung kondoliert. (Volker-Taher Neef, Berlin)



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