Newsnational Samstag, 01.06.2013 |  Drucken

Muslime setzen sich für die Gemeinschaft ein, in der sie leben

Heute Tag der Organspende - ZMD wirbt für Organspendenausweis unter Muslimen

Immer noch warten über 12.000 Betroffene auf ein Organ; drei Tote täglich, weil sie mangels Spendenorgan auf der Warteliste nicht mehr zum Zuge kommen. „Jeder kann helfen und die Muslime in Deutschland können ihren Beitrag dazu leisten“, so ZMD-Vorstandsmitglied und Mitinitiatorin Dr. Taraji. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat sich zur Aufgabe gemacht, die muslimischen Gemeinschaften über die Organ-und Gewebespende aufzuklären.

Da die Mehrheit der muslimischen Gelehrten die postmortale Organspende als Akt der Nächstenliebe begreift, hat der ZMD hierzu eine Aufklärungs-Broschüre herausgegeben und engagiert sich bei verschiedenen Multiplikatoren-Seminaren. „Wir wollen die religiösen Sichtweisen klarstellen und jedem eine verlässliche Entscheidungsgrundlage geben,  über einen Organspende-Ausweis nachzudenken. Diese Aufgabe darf nicht alleine Angehörigen überlassen werden“, so Taraji weiter. Lesen Sie dazu ein ein Interview mit Dr. Taraji in der WAZ.

Am 1.6 2013, der Auftaktveranstaltung und Tag der Organspende in Deutschland, wird Taraji zusammen mit Dr. Halabi vom ZMD um 15.15 Uhr beim Podium in Essen Rede und Antwort stehen (siehe Bild). Das vielseitige Programm wird unterstützt von viel Prominenz aus Politik und Gesellschaft und diesem Jahr wird auch verstärkt auf die Rolle der Religion in diesem Zusammenhang eingegangen. Auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen sind Interessierte eingeladen, vorbei zu schauen und mitzumachen.



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Bundesgesundheitsminister: "Organspende geht uns alle an und jeder von uns sollte sich entscheiden. Entweder für oder gegen eine Organspende"

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