Newsinternational Freitag, 29.03.2013 |  Drucken

Buddhisten in Birma setzen Moschee in Brand

Mindestens 40 Menschen wurden in den vergangenen Tagen getötet

Bei Übergriffen von Buddhisten gegen Rohingya-Muslime in der Stadt Meiktila in Myanmar, sind 20 Menschen getötet worden. 1200 muslimische Familien sind auf der Flucht vor ihren Peinigern, berichtet die Today`s Zaman. Zahlreiche Geschäfte, Wohn-Häuser und Moscheen der Rohingya wurden niedergebrannt.

Eine große Rolle bei den Ausschreitungen  sollen die buddhistischen Mönche spielen. Sie sollen die Bevölkerung gegen die Rohingya aufgestachelt und die Übergriffe angeführt haben. Ausländische Journalisten der Associated Press sollen durch Mönche bedroht worden sein. Die Aggressoren nahmen ihnen ihre Kameras weg, um die Bericht-Erstattung zu verhindern.

Auslöser des Pogroms war „offenbar ein Streit zwischen einem muslimischen Goldhändler und mehreren buddhistischen Kunden. Daraufhin stürmte ein buddhistischer Mob ein muslimisches Wohnviertel“, berichtet die SZ.

Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), berichtete schon 2012, dass insbesondere die Regierung von Myanmar auf eine militärische Lösung ethnischer Fragen setze. „Die Rohingya sind verachtet und verhasst. Selbst weite Teile des demokratisch gesinnten Birma beteiligten sich während des blutigen Konflikts im (vergangenen) Juni an der Hetze gegen schätzungsweise 800.000 Rohingya“, stellte die GEP fest.

Von der UN werden die Rohingya-Muslime als „die am meisten Verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft. Die Verfolgung reicht von Zwangsarbeit über systematische Dezimierung der Einwohnerzahl bis hin zu illegalen Tötungen und Konfiszierung von Eigentum. Zudem wird ihnen die Staatsbürgerschaft verweigert.

Die türkische Regierung hatte 2012 insgesamt 33 Millionen Dollar für die verfolgten Rohingya-Muslime gesammelt (mehr hier). Damals hatte sich auch die Frau und die Tochter des türkischen Premierministers Recep Tayyip Erdoğan für die Notleidenden in Myanmar eingesetzt. Persönlich hatten die beiden Damen dort Hilfsgüter für die Rohingya-Muslime abgeliefert



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