Artikel Samstag, 11.02.2012 |  Drucken

Koptischer Bischof in Deutschland verbreitet krude Thesen a´ la Sarrazin

Die gute Beziehung zwischen der koptischen Kirche und den Muslimen scheint dem Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Damian, nicht so wichtig zu sein. Damian, immerhin höchster deutscher Repräsentant des Koptisch-Orthodoxen Patriarchen, warnt ganz nach Sarrazin-Manier und wie Rechtspopulisten in einem Video vor der Überfremdung im “eigenen Land“ und vor dem Islam: „[…] Denken Sie an die Wachstumskurve. Die Wachstumskurve allein ist ein Indiz dafür, dass, wenn wir so weitermachen, wir eines Tages eine Minderheit in unserem eigenen Land sind. Wir sehen, wie der Islam reagiert, wenn er in der Macht und in der Mehrheit ist“. (zu sehen auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=fE-vxYABL_s).

Indes, Anfang letzten Jahres kondolierte der Zentralrat der Muslime als erste islamische Religionsgemeinschaften nach den Anschlägen auf eine koptische Kirche in Alexandria (siehe Links unten) und nahm prominent mitsamt Vorstand an deren Weihnachtsgottesdiensten so wie am zentralen Trauergottesdienst in Frankfurt teil.

Damian deutet zudem in o.g. dem Youtube-Video allen Ernstes an, dass bald Christen in Deutschland von den Muslimen verfolgt würden. Seitdem erfreut sich der Bischof einer wachsenden Anhängerschaft unter den Rechtsextremisten und Rechtspopulisten in Deutschland, wie man anhand der Eintragungen und Berichte in den einschlägig bekannten Seiten nachlesen kann.

Als wäre dies alles nicht genug erneuerte Bischof Damian seine diffusen und leider auch unchristlichen Brandreden vor ein paar Tagen in einer hessischen Regionalzeitung.

Wenn man aber den Worten des koptischen Papstes und Oberhauptes aus der Weihnachtsansprache in diesem Jahr in Kairo Glauben schenkt, bleibt die Position von Bischof Damian eine Minderheitsmeinung innerhalb der koptischen Kirche, alles andere wäre Ausdruck einer fatalen Doppelzüngigkeit.




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