Newsnational Freitag, 17.06.2011 |  Drucken

Afrika als ein Chancen-Kontinent wahrnehmen

Die Bundesregierung setzt auf Potentiale Afrikas des Afrika-Konzepts– Kritik und Lob von Grünen

Gestern wurde in Berlin das erste gemeinsame Afrikakonzept der Bundesregierung von Außenminister Westerwelle und dem Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Hans-Jürgen Beerfeltz vorgestellt. Beerfeltz dazu: „Endlich ziehen alle Ressorts an einem Strang und stimmen sich zukünftig noch besser ab, wenn
es um den Kontinent Afrika geht. Dadurch vermeiden wir widersprüchliches Vorgehen und steigern die Wirksamkeit und Effizienz unserer Arbeit.“

Die Wirtschaft wachse um knapp sechs Prozent, die Armut sinke kontinuierlich, die Märkte werden zunehmend attraktiver. Die afrikanischen Löwen würden bald die asiatischen Tiger ablösen. Dies zeigen auch Erfolgsgeschichten wie z.B. das Mobile Banking. Inzwischen haben die zwei großen Anbieter in Kenia und Ostafrika 12 Mio. bzw. 10 Mio. Kunden.

Lob und Tadel von der Opposition

Insgesamt zeigte sich Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen enttäuscht über das Konzept. Beide begrüßten zwar die Entwicklung eines ressortübergreifenden Papiers zum Umgang mit dem südlichen Nachbarkontinent und lobten, dass das vorgelegte Afrika-Konzept auch wichtige Probleme und Lösungen benennt.

„Leider fällt es jedoch weit hinter den eigenen Anspruch und die Erwartungen zurück. Selbstkritik und die dringend notwendige Analyse der Fehler der Vergangenheit sucht man vergebens. Insgesamt enttäuscht daher das Afrika-Konzept der Bundesregierung.“



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