Leserbriefe Montag, 07.03.2011 |  Drucken

Leserbriefe



Reiner Moysich schrieb:
Moscheebau - Christentum - Menschenrechte


Als Karlsruher Bürger finde ich es zunächst grundsätzlich begrüßenswert, wenn in Karlsruhe eine deutschsprachige Moschee gebaut wird. Dies entspricht ganz der gesetzlich garantierten Religionsfreiheit, fördert die Integration und allgemein die Vielfalt des menschlichen Lebens in Karlsruhe.
Jedoch hat auch diese Freiheit - wie jede Freiheit - Grenzen; nämlich dort, wo die religiöse oder nichtreligiöse Weltanschauung von anderen anfängt. Darum unterstütze ich die beiden katholischen und evangelischen Dekane Bechtold und Vogel, welche als Grundvoraussetzung für solch einen Bau die Anerkennung der Menschenrechte sehen.
Denn nur dann ist ein friedliches Miteinander möglich, welches sehr erfreulicher Weise der Leiter des Muslimkreises Karlsruhe, Herr Aslandur, anstrebt.
Die Menschenrechte verbieten die Bevorzugung oder Benachteiligung irgendeiner religiösen oder nichtreligiösen Weltanschauung.
Dies bedeutet z.B., dass jeglicher Absolutheitsanspruch verboten ist. Tatsache ist jedoch, dass Islam, Christen- und Judentum leider noch immer ihre gleich lautenden kriegerischen Ansprüche aufrecht halten, jeweils die allein wahre und gültige Religion zu sein und als solche anerkannt zu werden.
Daher gab und gibt es bis in die Gegenwart hinein unzählige grausam Ermordete auf allen Seiten! Somit verlangen die beiden Karlsruher Dekane vom in Karlsruhe zu predigenden Islam etwas, was sie von ihrer eigenen Religion überhaupt nicht verlangen! Obendrein bestehen beide Kirchen massiv menschenrechtswidrig - und dabei klar entgegengesetzt zur christlichen Nächstenliebe! - auf sehr vielen Bevorzugungen (insbesondere Kirchensteuer und viele christliche staatliche Feiertage). Hierzu passt, dass der Vatikan noch immer nicht die Menschenrechte anerkannt hat!

Die nur allzu berechtigte Forderung der Dekane nach Anerkennung der Menschenrechte vor einem Moscheebau in Karlsruhe erscheint daher völlig unglaubwürdig, wenn sie nicht zugleich auch fordern, dass ihre Kirchen geschlossen oder gar abgerissen werden sollen, solange nicht die Oberhäupter ihrer Religionen offiziell den Absolutheitsanspruch entfernen und die Menschenrechte anerkennen!


Unterstützen
Sie islam.de
Diesen Artikel bookmarken:

Twitter Facebook MySpace deli.cio.us Digg Folkd Google Bookmarks
Linkarena Mister Wong Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo! Bookmarks Yigg
Diesen Artikel weiterempfehlen:

Ramadan 1435 / 2014


Der erste Tag des Festes des Fastenbrechens (Id Ul-Fitr) ist Montag der 28. Juli 2014

Gott, der Erbarmer, der Gerechte, der Liebevolle

Ramadancheckliste 2014

Aus der Finsternis in das Licht: Die Kadr-Nacht

25 Fragen zum Fasten im Ramadan

Wie ein guter Freund: Fastenmonat Ramadan

Von einer Nacht, die besser ist als tausend Monate

Schon Zakat gezahlt?

Anzeige

Hintergrund/Debatte

Schrift zum Ramadan von Muhammad Sameer Murtaza: Gott , der Barmherzige, der Erbarmer, der Gerechte, der Liebevolle
...mehr

Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten – Nachdenken über einen innerislamischen Dialog
...mehr

Gedenken zum 10. Jahrestag des NSU-Anschlages in Köln - Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck
...mehr

Gustav-Heinemann-Bürgerpreis verliehen: Junger Politiker zeigt NPD die Stirn
...mehr

Sport überwindet Grenzen
...mehr

Alle Debattenbeiträge...

Die Pilgerfahrt

Die Pilgerfahrt (Hadj) -  exklusive Zusammenstellung Dr. Nadeem Elyas

88 Seiten mit Bildern, Hadithen, Quran Zitaten und Erläuterungen

Termine

Islamische Feiertage
Islamische Feiertage 2012 - 2015

Tv-Tipps
aktuelle Tipps zum TV-Programm

Gebetszeiten
Die Gebetszeiten 2014 zu Ihrer Stadt im Jahresplan

Der Koran – 1400 Jahre, aktuell und mitten im Leben

Marwa El-Sherbini: 1977 bis 2009