Artikel Samstag, 05.06.2010 |  Drucken

„Fasten Your seatbelts please“ – Flüge in den Irak

Vor 20 Jahren stellte die Lufthansa (Lh) Flugverbindungen von Deutschland in den Irak ein. Seit dem 25. April wird der Irak wieder in das Streckennetz der Lh aufgenommen. Pro Woche werden 4 Maschinen von Frankfurt nach Arbil, im Nordirak gelegen, eingesetzt. Die Flugzeit beträgt knapp 4,5 Stunden. Noch in diesem Sommer soll es auch wieder Direktflüge von Deutschland in die irakische Hauptstadt Bagdad geben.

Gegenüber „islam.de“ teilte LH- Pressesprecher Boris Ogursky mit, durch diese Flugverbindung rücke der Irak „näher an die Weltgemeinschaft heran.“ Immerhin ist diese Flugstrecke eine der ältesten des „Kranich“, wie man die LH im Volksmund bezeichnet. Bereits 1956 gab es Flüge von Deutschland in den Irak.

„Uns ist bewusst, dass wir mit einer neuen Verbindung ein Baustein für die positive Entwicklung am Zielort darstellen, von der wir ja in der Folgezeit auch profitieren werden“, so der LH- Vertreter.
Im Deutschen Bundestag sprachen wir mit einem Vertreter der Regierungspartei als auch mit einem Abgeordneten aus den Reihen der Opposition über die Wiederaufnahme der Flugverbindung in den Irak. Beide sind auch Mitglieder der „Parlamentariergruppe Arabischsprachige Staaten des Nahen Ostens.“

Patrick Döring ist FDP- Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Verkehrsausschuss. Er sagte: „Das die Lufthansa Flüge auch in den Irak anbietet, finde ich ein gutes und wichtiges Zeichen. Nachdem die Verbindung vor 20 Jahren eingestellt wurde, wird mit der regelmäßigen Flugverbindung zwischen Frankfurt und Arbil deutlich signalisiert, dass das Land wieder Anschluss an die Welt findet. Durch den wachsenden Austausch und die Begegnung werden wirtschaftliche und soziale Kontakte gestärkt, das Land und die Menschen wieder in den internationalen Austausch eingebunden. Von daher finde ich, dass die Entscheidung der Lufthansa ein gutes Zeichen ist.“ Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) erklärte: „Es ist ein gutes Zeichen. Auch wenn der Irak leider noch weit von der Normalität entfernt ist.“ (Volker- Taher Neef, Berlin)





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