Newsnational Dienstag, 08.12.2009 |  Drucken

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Event statt echter Umweltpolitik

Das Fehlen der Stimme der Muslime bei der Kopenhagener UN-Klimakonferenz und die Kraft von Grün bei McDonald´s

In diesen Tagen will die westliche Welt das Klima der Erde retten - auf der Kopenhagener UN-Klimakonferenz. Schon fast vergessen; zuvor wollte man mit Aber-Milliarden das Weltfinanzsystem retten - auf dem Weltfinanzgipfel. Die Kassen sind daher leer, für die Umwelt - für den Klimagipfel also - bleibt kaum noch was übrig.

Der Erhalt und die Bewahrung der Schöpfung, also der Einsatz für unsere Umwelt, ist auch ein islamisch begründetes Anliegen. Die Muslime müssten durch glaubwürdiges Handeln zeigen, wie die Schöpfung geschützt werden könne. Zeigen sie das denn?

„Eigentlich müssten die Muslime ebenso intensiv die Sache in die Hand nehmen. Obwohl der Koran dazu eindeutige und klare Aussagen hat, ist in Kopenhagen dazu kaum was zu hören“, sagte ein ranghoher Funktionär des Kopenhagener Umweltgipfels (der nicht mit Namen genannt werden will).

Doch die Stimme des Islam bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ist auf verlorene Posten. Ähnlich geht es den Christen. Sind die Organisatoren daran schuld? Nein. Muslime wie Christen müssten hier also mehr tun.

Kurt Zaugg-Ott, Leiter des Vereins „Oeku Kirche und Umwelt“ in der Schweiz sagte selbstkritisch: „Die Kirchen in der Schweiz waren nie Vorreiter in Sachen Umweltschutz“.

Dass die Klimakonferenz von Kopenhagen zu einem Aufbruch auch in den Kirchenreihen führen könnte, hält man für unrealistisch. "Zu abstrakt" seien die Klimaziele auch für die Menschen.

Kopenhagen ist längst zum Event geworden

McDonald's hat eine „historische Entscheidung“ getroffen; es bastelt an seinem Imagewechsel und holt anlässlich des Rummels um Klima, Kopenhagen und das Stelldichein der wichtigsten Staatsleute in diesen Tagen zum Marketing-Schlag aus: Beginnend mit dem deutsche Ableger will die Schnellrestaurant-Kette seine Filialen künftig mit grüner Farbe markieren, mit erdigen Tönen, wie es heisst. Ob das der Umwelt hilft? Eher nicht, vielleicht aber dem Umsatz.(Hany Jung)




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