Artikel Montag, 13.07.2009 |  Drucken


ZMD-Vorsitzender war einer der ersten Gratulanten des Jubiläums

20 jähriges Jubiläum und Eröffnung des Deutschsprachigen Muslimkreises Karlsruhe (DMK)

Nach monatelangen Renovierungsarbeiten konnte der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe (DMK) am letzten Freitag seine neuen Vereinsräume in der Höpfnerpassage in der Oststadt eröffnen und gleichzeitig sein 20 jähriges Bestehen feiern.

Die Eröffnung der Räume fand durch Bürgermeister Deneken und Herrn Palanci, dem Vorsitzenden des Dachverbandes Islamischer Vereine in Karlsruhe und Umgebung statt. Geladen waren viele Gäste aus der Stadt, unter denen sich auch Stadträte der Grünen, der SPD und FDP, und befreundete muslimische Gruppe aus Karlsruhe und der Region befanden.

Nach der Eröffnung stellte Herr Aslandur, der Vorsitzende und Gründungsmitglied des DMK, die Geschichte, Arbeitsweise, Mitgliederstruktur und die Zukunftsperspektiven des DMK vor. Aus einer Gruppe von Studenten, die nach der ersten Karlsruhe Islamwoche im Jahre 1989 den DMK gegründet haben, hat sich heute eine aktiver Verein mit 10 Kreisen, in der jung und alt, Frauen und Männer zusammenkommen, entwickelt, sagte Herr Aslandur. Er erläuterte, dass die Mehrzahl der Mitglieder des DMK Frauen und junge Leute seien. Der DMK ist aufgrund des hohen Bildungsniveaus, der Deutschsprachigkeit, des verstärkten Dialogs und der offenen Begegnung mit anderen Bevölkerungsgruppen wie städtischer Behörden, kirchlicher und religiöser Einrichtungen und anderer gesellschaftlicher Gruppen und aufgrund der Tatsache, dass fast alle Mitglieder des Vereins deutsche Staatsbürger sind, die am besten integrierte muslimische Gemeinde in Karlsruhe. Da auch Deutsche, die den Islam angenommen haben, in dem Verein einen Schwerpunkt bilden, ist der Bezug und Verwurzelung in Deutschland bzw. in Karlsruhe eine Selbstverständlichkeit.

Als einer der wichtigsten zukünftigen langfristigen Projekte des DMK stellte Herr Aslandur gegen Ende seiner Ausführungen ein Deutsch-Muslimisches Gemeindezentrum Karlsruhe (DMGK) vor.

Bürgermeister Deneken begrüßte diese Idee in seiner Rede und forderte die DMK-Mitglieder auf auch etwas für die bildungsschwachen Migranten etwas zu tun. Der extra zur Eröffnung angereiste Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime und Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Dr. Axel Ayyub Köhler führte in seinem Grußwort aus, dass die hiesigen Muslime eigenständig, selbstbewusst und ohne den Einfluss des Auslandes ihren Weg machen müssten. Nach den Grußworten der Vertreter der christlich-islamischen Gesellschaft Karlsruhe sprach der scheidende Attaché für religiöse Angelegenheiten vom Türkischen Generalkonsulat, Dr. Dursun Aygün, als höchster muslimischer Würdenträger in Karlsruhe und bedankte sich für die Zusammenarbeit mit dem DMK.

Nach den Reden klang der Abend mit Köstlichkeiten vom Orientalischen Büffet und interessanten Gespräche unter den Gästen aus (siehe auch Bild oben)



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