Leserbriefe Dienstag, 15.07.2008 |  Drucken

Leserbriefe



Abdullah Borek schrieb:
Leserbrief zu: "Schutz für Frau und Kind bei neuem Eherecht muss gewährleistet sein"


Nach der bisherigen Regelung wird eine religiöse Eheschliessung vor der standesamtlichen als Ordnungswidrigkeit betrachtet - nicht mehr und nicht weniger.
Eine zivilrechtliche Wirkung hat eine religiöse Eheschliessung auch zukünftig nicht.

Eine islamische Eheschliessung besteht aus einem privatrechtlichen Vertrag ohne religiöse Zeremonie und ohne staatliche Mitwirkung. Der Vertrag muss nicht in einer Moschee abgeschlossen werden und die Mitwirkung eines Religionskundigen als Repräsentaten einer Moscheegemeinde hat nur den Zweck Formfehler zu vermeiden, die den Vertrag ungültig machen könnten (nach den Regeln der Scharia) und einen schriftlichen Vertrag in der Hand zu haben, der von einer Moschee/Verein/Religionsgelehrten beglaubigt ist quasi als Notar.

Von einer "Trauung" zu reden mag zwar politisch korrekt klingen, schreibt aber nur die aus guten Gründen abzulehnende "Verkirchlichung" des Islams fort. Viele ehewillige Muslime würden gern erst standesamtlich heiraten und dann den islamischen Ehevertrag abschliessen.
Im Einzelfall stehen dem Hindernisse entgegen wie eine noch anhängige zivilrechtliche Scheidung, die sich Jahre hinziehen kann, wenn auch nach der Scharia die Ehe längst geschieden ist und die Wartezeit verstrichen ist. Inzwischen hat man einen neuen Partner und nun verlangt man von beiden ein Leben in Keuschheit oder in zina? Dieses Problem kann man durch einen islamischen Ehevertrag lösen und darin einen Passus aufnehmen, dass eine standesamtliche Eheschliessung dann erfolgen wird, wenn die z.Zt. bestehenden Hindernisse überwunden sind. Der Islam löst Probleme und schafft keine neuen und nimmt sich vor allem der menschlichen Dimension an.


Unterstützen
Sie islam.de
Diesen Artikel bookmarken:

Twitter Facebook MySpace deli.cio.us Digg Folkd Google Bookmarks
Linkarena Mister Wong Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo! Bookmarks Yigg
Diesen Artikel weiterempfehlen:

Ramadan 2018

Ramadan 2018

Der erste Fastentag von Ramadan ist am Mittwoch, der 16. Mai 2018. Der erste Tag des Festes des Fastenbrechens (Id Ul-Fitr) ist somit Freitag, der 15. Juni 2018.

Warum fasten Muslime?
- Ramadan Sonderseite
- 25 Fragen zum Fasten im Ramadan?
- Fastenzeiten in ihrer Stadt

Anzeige

Hintergrund/Debatte

Reportage des marokkanischen Fernsehsenders M6 über die zentrale Veranstaltung des ZMD zu den internationalen Wochenen gegen Rassismus in seiner Raunheimer Mitgliedsgemeinde Essadaka.
...mehr

Streit um islamische Theologie in Berlin: ZMD fordert auf die Beteiligten zugehen mit angemessener Moderation
...mehr

In einem Interview im Chrismon Magazin bezog Aiman Mazyek zu einer Vielzahl von Fragen Stellung. Insbesondere machte er deutlich, dass der ZMD breit ist in NRW für den Religionsunterricht bis zum Bundesverfassungsgericht zu gehen.
...mehr

Jüdischer Grundschüler in Berliner Schule aufgrund seiner Religion gemobbt und bedroht
...mehr

Die Pressemitteilung im Volltext des KRM zu den islamfeindlichen Anschläge und Übergriffe der letzten Tage
...mehr

Alle Debattenbeiträge...

Die Pilgerfahrt

Die Pilgerfahrt (Hadj) -  exklusive Zusammenstellung Dr. Nadeem Elyas

88 Seiten mit Bildern, Hadithen, Quran Zitaten und Erläuterungen

Termine

Islamische Feiertage
Islamische Feiertage 2015 - 2019

Tv-Tipps
aktuelle Tipps zum TV-Programm

Gebetszeiten
Die Gebetszeiten zu Ihrer Stadt im Jahresplan

Der Koran – 1400 Jahre, aktuell und mitten im Leben

Marwa El-Sherbini: 1977 bis 2009