Euro-islam
G.W. schrieb:
Zu Amina H's Beitrag
Die Toleranz des Islams gegenüber der jüdischen und der christlichen Religionsausübung ist bislang immer nur die Toleranz von Siegern über Besiegte gewesen. Die Religionsausübung der sog. Schriftbesitzer war erlaubt unter bestimmten Bedingungen, z.B., wenn ein Geldbeitrag an den Staat abgegeben wurde.Sie konnte jederzeit untersagt und verfolgt werden, wenn ihr islamfeindliches Verhalten nachgewiesen oder vermutet wurde. Dies ist bereits im Koran als Regelung vorgesehen.
Ist dies die Form von Religionsfreiheit, die Sie wollen?
Nennen Sie mir ein islamisches Land, in dem die Ausübung der christlichen Religion verfassungsrechtlich verankert ist und vom Staat geschützt, organisiert und finanziert wird. Dann können wir uns in Deutschland in der Rechtssprechung daran orientieren.
Und denken Sie bitte daran, die momentane Situation in Deutschland ist die, daß gegen Mißbrauch der bislang praktizierten Toleranz gegenüber islamischen Vereinigungen ermittelt wird -bekanntlich gezwungenermaßen aus aktuellem Anlaß.
Sie leben in einem Land, in dem es eine mittlerweile jahrhundertealte Trennung von Religion, Staatsgewalt und Rechtssprechung gibt, die im Christentum religiös fundiert ist und sich an die Staatstheorien des alten Roms und Griechenlands anschließt. Diese Entwicklung war nicht immer problemlos und hat Europa eine Menge gekostet. Es wurden -wie in jedem Entwicklungsprozeß- teilweise gravierende Fehler gemacht, die aber als solche anerkannt werden, um daraus lernen zu können.Unter anderem ist das das Wesen der Demokratie.
Im Islam ist eine derartige Trennung von Religion, Staatsgewalt und Rechtssprechung nicht verankert. Also müssen Sie es sich erst einmal gefallen lassen, daß man die Frage stellt, wie Sie mit der Situation, die Sie in der europäisch - christlichen Tradition vorfinden, umzugehen gedenken.
Wenn Sie einfach nur sich auf den Inhalt des Korans beziehen, entsteht der Verdacht, daß Ihr letztes Ziel die Islamisierung Europas ist. Und das fordert Widerstand heraus.
G.W.
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