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Montag, 20.07.2020 | Drucken |

Aiman Mazyek vor Terroranschlagsort Synagoge: Dämolierte Einganstür zur Synagoge und Blumenniederlegung
Aiman Mazyek vor Terroranschlagsort Synagoge: Dämolierte Einganstür zur Synagoge und Blumenniederlegung
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ZMD-Vorsitzender Mazyek zum Halle-Auftaktprozess: Rassismus ist keine Meinung - Rassismus tötet
Aiman A. Mazyek erwartet im Prozess gegen den Attentäter von Halle ein "hartes und wegweisendes" Urteil als "Signal an die Minderheiten und vielfältigen, friedlichen Gruppen in Deutschland"
Berlin Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, erwartet im Prozess gegen den Attentäter von Halle ein "hartes und wegweisendes" Urteil. "Es sollte deutlich machen, dass Rassismus keine Meinung ist - sondern im schlimmsten Fall tötet", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Dienstag). "Ich wünsche mir dies auch als ein Signal an die Minderheiten und vielfältigen, friedlichen Gruppen in Deutschland", betonte er zum Auftakt des Prozesses am Dienstag in Magdeburg. "Sie sollen sich in der Demokratie in Deutschland gut aufgehoben und sicher vor solchen Terrorakten fühlen." Für Täter wie dem Halle-Amokläufer mache es keinen Unterschied, ob sie Juden oder Muslime treffen würden, so Mazyek. "Solche Täter sind in ihrem Hass nur auf maximale Wirkung und Schaden aus."
"Dazu kommt jedoch, dass wir - wie die Juden - einer Minderheit angehören. Jeder rassistische Übergriff und die Reaktionen darauf seitens der Politik und des Staates werden deshalb sehr aufmerksam beobachtet.", so Aiman Mazyek Vorsitzender des ZMD

Aiman Mazyek vor dem Terrorort "Imbissladen", wo eine Person vom Attentäter erschossen wurde.
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Aiman Mazyek vor dem Terrorort "Imbissladen", wo eine Person vom Attentäter erschossen wurde.
Schweinsköpfe, Hakenkreuze, eingeschlagene Fenster und Türen - fast wöchentliche Moschee-Angriffe
Die Muslime in Deutschland fühlten sich nicht ausreichend von den deutschen Sicherheitsbehörden geschützt, sagte der ZMD-Chef. "Dazu kommt jedoch, dass wir - wie die Juden - einer Minderheit angehören. Jeder rassistische Übergriff und die Reaktionen darauf seitens der Politik und des Staates werden deshalb sehr aufmerksam beobachtet." Zwar hätte sich inzwischen in einigen Bundesländern einiges getan, so Mazyek. Die Moschee in Halle etwa würde nun als einzige in Deutschland rund um die Uhr bewacht. "Jedoch passieren weiter fast wöchentlich Angriffe auf Moscheen, wo beispielsweise Schweineköpfe abgelegt, die mit Hakenkreuzen beschmiert, oder wo Fenster und Türen eingeschlagen werden." Ein flächendeckender Schutz von Moscheen 24 Stunden täglich sei unrealistisch, so der ZMD-Vorsitzende. "Hier sind kluge Analysen und Konzepte gefragt. Manchmal reiche ein besonderer Schutz an Feiertagen oder zum Freitagsgebet." Zum vollständigen Wortinterview mit dem RND geht es hier
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