Newsnational Mittwoch, 17.01.2018 |  Drucken

Völkermord an den Herero und Nama

Grüne fordern Aussöhnung der Bundesrepublik mit Vertretern von Herero und Nama. Die deutsche Glaubwürdigkeit steht seid der Armenien Resolution in Schieflage.

Am 2. Juni 2016 hatte der Bundestag die an den Armeniern begangenen Massaker als Völkermord eingestuft. Die Türkei reagierte im Folgenden mit scharfer Kritik. Zudem wurden Stimmen lauter, die die Geschehnisse zwischen 1904 und 1908 in der damaligen Kolonie Deutsch-Süd-westafrika debattierten. Deutsche Truppen töteten seinerzeit Zehntausende Herero und Nama. Die Ereignisse werden inzwischen sowohl von Historikern als auch von Politiker als Genozid bewertet.

An einer offiziellen Anerkennung und Entschuldigung fehlt es jedoch bis dato. „Es sei sehr beschämend“, sagte der Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Die deutsche Glaubwürdigkeit könne nur durch eine klare Anerkennung der Kolonialverbrechen als Völkermord zurückgewonnen werden. Hingegen verteidigt der Namibia-Beauftragte der Bundesregierung, Rubrecht Polenz (CDU), die Haltung. „Es sei kompliziert“, sagte er zu den Verhandlungen der Regierung in Windhoek.



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