Newsnational Freitag, 17.03.2017 |  Drucken


Flyer zur Kundgebung am 16.03.2017
Flyer zur Kundgebung am 16.03.2017

Religionen für ein weltoffenes Berlin

Friedenskundgebung am Breitscheidplatz - Platz der Hoffnung und Zuversicht - mit u.a. Bürgermeister Michael Müller, Imam Mohamed Taha & viele mehr

Berlin (KNA) Mehrere hundert Mitglieder verschiedener Religionen haben am Donnerstagabend auf dem Charlottenburger Breitscheidplatz «für ein weltoffenes Berlin» demonstriert. Prominentester Teilnehmer der «Friedenskundgebung» war der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Christen, Muslime und Juden sowie Vertreter weiterer Religionsgemeinschaften gedachten auch der Opfer von Gewalt im Namen von Religionen und beteten um Frieden. Auf dem Breitscheidplatz fand am 19. Dezember 2016 der Terroranschlag mit einem LKW statt, der 12 Tote und an die 60 Verletzte forderte. Müller nannte den Breitscheidplatz bei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche einen «Ort des Schreckens und der Trauer».

Die Friedenskundgebung mache ihn nun jedoch zu einem «Platz der Hoffnung und Zuversicht». Nachdrücklich wandte sich der Regierende Bürgermeister gegen einen «Missbrauch der Religion zur Gewalt» und rief zum interreligiösen Dialog auf. Er warnte davor, «Konflikte aus anderen Weltreligionen nach Berlin zu tragen».

Imam Mohamed Taha Sabri von der Neuköllner Begegnungsstätte NBS verurteilte den Anschlag als «Wahnsinn» und äußerte sein «tiefstes Mitgefühl» gegenüber den Opfern. Die Tat habe nichts mit dem Islam gemeinsam, betonte er. Solche Attentäter seien «Handlanger einer faschistischen Ideologie». Dagegen eine alle Religionen trotz ihrer Unterschiede der Wunsch, friedlich zu leben.

Auch die evangelische Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein nannte die Kundgebung «ein wichtiges Zeichen, dass es die Religionen ernst meinen mit dem Frieden». Vor den Ansprachen hatten die Teilnehmer der Demonstration mit Kerzen in der Hand still am Ort des Anschlags verharrt. Abgeschlossen wurde die Kundgebung durch Friedensgebete von Christen, Muslimen, Juden, Buddhisten, Hindus und Sikhs sowie Gesängen eines interreligiösen «Begegnungschors». Das Erzbistum Berlin war unter anderem vertreten durch seinen Generalvikar, Pater Manfred Kollig, und den Vorsitzenden des Diözesanrats der Katholiken, Bernd Streich.




Wollen Sie einen
Kommentar oder Artikel dazu schreiben?
Unterstützen
Sie islam.de
Diesen Artikel bookmarken:

Twitter Facebook MySpace deli.cio.us Digg Folkd Google Bookmarks
Linkarena Mister Wong Newsvine reddit StumbleUpon Windows Live Yahoo! Bookmarks Yigg
Diesen Artikel weiterempfehlen:

Anzeige

Hintergrund/Debatte

Fast die Hälfte der Muslime engagiert sich in der Flüchtlingshilfe - Studie Bertelsmann Stiftung
...mehr

Psychotherapeut und ZMD Beauftragter für Soziales, Ibrahim Rüschoff: «Ihnen geht es nicht um den Islam, sondern um soziale Anerkennung» - Interview mit KNA
...mehr

„Verantwortung des Menschen für alle Geschöpfe“ - Tierschutz im Islam
...mehr

Zentralrat der Juden: «Die AfD bereitet uns wirklich Sorgen» - Antisemitismus, Hetze gegen Muslime und Juden im Wahlprogramm
...mehr

Margot-Friedländer-Preis verliehen - Reinickendorfer Carl-Bosch-Oberschule erhält Preis für Auseinandersetzung mit „Kinderfachkrankenhaus“ der Nazis
...mehr

Alle Debattenbeiträge...

Die Pilgerfahrt

Die Pilgerfahrt (Hadj) -  exklusive Zusammenstellung Dr. Nadeem Elyas

88 Seiten mit Bildern, Hadithen, Quran Zitaten und Erläuterungen

Termine

Islamische Feiertage
Islamische Feiertage 2015 - 2019

Tv-Tipps
aktuelle Tipps zum TV-Programm

Gebetszeiten
Die Gebetszeiten zu Ihrer Stadt im Jahresplan

Der Koran – 1400 Jahre, aktuell und mitten im Leben

Marwa El-Sherbini: 1977 bis 2009