Newsnational Montag, 28.11.2016 |  Drucken


u.a.: Mohamed Labari, Orgateam "Wir sind Paten" (links), Bundesfamilinministerin Manuela Schwesig (Mitte), Schweriner Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier (ganz rechts)
u.a.: Mohamed Labari, Orgateam "Wir sind Paten" (links), Bundesfamilinministerin Manuela Schwesig (Mitte), Schweriner Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier (ganz rechts)

"Wir sind Paten" - Bundesfamilienministerin Schwesig eröffnet Patenschaftsbüro in Schwerin

150 Gäste feiern das Patenschaftsprojekt des ZMD, darunter auch Schweriner Oberbürgermeister Badenschier und der Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Schwerin e.V.

Am 16.11.2016 eröffnete die Soziale Dienste und Jugendhilfe GmbH vom Zentralrat der Muslime Deutschland e.V. ein weiteres Lokalbüro in ganz Deutschland in der Schweriner Innenstadt, wo geflüchtete Menschen und Paten die Möglichkeit haben, sich mit Fragen und Anliegen an die dortigen Mitarbeiter zu wenden. Das Projekt trägt den Namen „Wir sind Paten“.

Die Eröffnung wurde von mehr als 150 Gästen begleitet. Unter den Gästen befanden sich u.a. die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sowie der Schweriner Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier. „Wir möchten die Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, willkommen heißen“, so die Bundesfamilienministerin. Weiterhin machte Sie deutlich, dass eine Patenschaft weitergeht als die Hilfe für den anfänglichen Alltag eines Geflüchteten. Vielmehr ist es eine wichtige Unterstützung für ein gesundes gemeinsames Zusammenleben von Migranten und der ansässigen Gesellschaft für die Zukunft. Allen voran stellte Sie klar, dass die Zuwanderer eine Bereicherung für Deutschland seien und durch Patenschaften ein gegenseitiges Vertrauen zwischen Pate und Patenschaftsträger entsteht.

Von den Zuwanderern würden neue Impulse für die Gesellschaft ausgehen, erklärte Mohamed Labari von der Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH.
Besonders die ansässige Flüchtlingshilfe ist über das örtliche Engagement des ZMD erfreut. „Der ZMD ist die erste Organisation, die sich für eine Unterstützung vor Ort ausgesprochen hat, wofür wir sehr dankbar sind, zumal man zuvor auf breite Ablehnung bei anderen Organisationen und Instituionen gestoßen sei“, so der Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Schwerin e.V. Claus Oellerking.

Die Ansprechpartner im Büro in der Puschkinstraße sind Heike Sobanski und Hamoud Aldghim. Sie helfen dabei, Patenschaften zwischen geflüchteten Menschen und Paten herzustellen und zu betreuen. Eine Patenschaft kann sich von regelmäßigen Treffen über gemeinsame kulturelle Aktivitäten bis hin zur Unterstützung bei Behördengängen auszeichnen.

Unterdessen hat Frau Schwesig im Anschluss an die Veranstaltung, das bürgerschaftliche Engagement in der Flüchtlingshilfe gewürdigt. Seit Mai seien 20.000 Patenschaften entstanden, bei denen sich Bürger für geflüchtete Menschen engagierten, sagte Schwesig am Freitag in Berlin. Ihr Ministerium hatte das Programm «Menschen stärken Menschen» aufgelegt.

Ein persönliches «Willkommen» und praktische Unterstützung beim Ankommen in Deutschland seien wichtige erste Schritte auf dem Weg zu guter Integration, so die Ministerin weiter. Das Patenschaftsprogramm wird nach Ministeriumsangaben gemeinsam mit 19 Programmträgern umgesetzt, darunter die freien Wohlfahrtsverbände, muslimische Verbände, Migrantenorganisationen, der Stiftungssektor und weitere Akteure der Zivilgesellschaft wie etwa die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen.




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