Newsnational Mittwoch, 08.06.2016 |  Drucken

Willkommenskultur trifft auf frauengesundheitliche Aufklärung

Vorbildliche Kooperation der Tarik-Moschee in Frankfurt und des RAHMA e.V. für ein Wllkommensessen für Flüchtlinge

Unter dem Motto "Willkommenskultur trifft auf frauengesundheitliche Aufklärung" luden die Frankfurter Moschee Tarik Ben Ziad e.V. sowie der ebenfalls in Frankfurt ansässige „RAHMA – Muslimisches Zentrum für Mädchen, Frauen und Familie e.V.“ (RAHMA e.V.), beide Mitglieder im ZMD,  zu einem Willkommensessen für Frankfurter Flüchtlinge und anschließendem Vortrag für geflüchtete Mädchen und Frauen ein.

Der Einladung sind mehr als 350 geflüchtete Menschen gefolgt. Die Flüchtlinge kamen aus zwei Erstaufnahmeeinrichtungen und weiteren Flüchtlingsunterkünften  aus Frankfurt und Umgebung. Sie wurden zum Teil von ehrenamtlichen Helfern von den Einrichtungen bis zur Moschee und wieder zurück zur Unterkunft begleitet.

Der Vorsitzende der Tarik-Moschee, Ahmed Aaraychi, hieß die Gäste willkommen: „Herzlich Wilkommen in der Tarik-Moschee! Zum wiederholten Male laden wir geflüchtete Menschen ein und sind immer bereit, unseren Beitrag für Geflüchtete zu leisten. Ein Dank gilt auch an RAHMA e.V. für die tolle Kooperation und Organisation des Vortrags zur frauengesundheitlichen Aufklärung.“  Die Tarik Moschee, die sich für die Verköstigung mit traditionellem marokkanischem Essen (u.a. Couscous, Eiscreme) verantwortlich zeichnete, lud alle Anwesenden ein, bei dem in jedem Jahr stattfindenden täglichen Essen zum Fastenbrechen in die Moschee zu kommen.

Nach dem Mittagessen bestand die Gelegenheit, sich beim marokkanischen Tee und Gebäck austauschen. Die Kinder freuten sich ebenfalls über die für sie liebevoll dekorierten leckeren Bonbontütchen.

Die Mädchen und Frauen wurden eingeladen, dem Vortrag mit dem Titel „Gesundheitliche Aufklärung für geflüchtete Frauen“ ebenfalls bei marokkanischen Tee und Gebäck beizuwohnen. Der Vortrag wurde vom RAHMA e.V. im Rahmen des von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Projekts zur Aufklärung und frauenpolitischen Bildung für geflüchtete Frauen und Asylbewerberinnen angeboten. Über 40 Mädchen und Frauen haben den Vortrag aufmerksam verfolgt. Die Referentin Houaida Taraji, Frauenärztin mit eigener Praxis in Kaarst und ZMD-Vorstandsmitglied, referierte in arabischer Sprache zu Themen wie z.B. Verhütung, Umgang mit Kinderwunsch(-konflikten), Umgang mit Infektionen u.ä.. Anschließend hatten die Mädchen und Frauen die Gelegenheit, in einer “kleinen Sprechstunde” direkte Fragen an die Frauenärztin zustellen. Die Mädchen und Frauen haben den Vortrag sichtlich gut aufgenommen, was sich auch an ihrer regen Beteiligung bemerkbar machte. Daher sind vom RAHMA e.V. ähnliche Veranstaltungen zur gesundheitlichen Aufklärung im Rahmen des bis Ende des Jahres geförderten Projekts für und mit geflüchteten Frauen geplant.

Insgesamt war dies eine rundum gelungene Kooperation zwischen der Tarik-Moschee und dem RAHMA e.V., die zeigt, wie die Flüchtlingsarbeit in muslimischen Institutionen reibungslos verläuft. Für die geflüchteten Menschen sind solche Begegnungen generell nicht nur eine wertvolle Gelegenheit, aus den Einrichtungen herauszukommen und auch mit den Menschen in den Moscheen und muslimischen Institutionen in unmittelbaren Kontakt zu kommen. Vielmehr hat sich in Bezug auf die Gruppe der muslimischen Gäste im Speziellen gezeigt, dass auch gerade die Begegnung in der Moschee eine spirituelle Freude bei Ihnen hervorruft. Die muslimischen Flüchtlinge haben etwa die Gelegenheit genutzt, das Mittagsgebet in der Tarik-Moschee in Gemeinschaft zu verrichteten.



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