Newsnational Mittwoch, 04.05.2016 |  Drucken

ZMD: Syrien - Verbrechen gegen die Menschlichkeit

"Die Europäische Union beklagt sich über Flüchtlingsströme, macht aber wenig Anstalten, den Terror in dieser Region - die Ursache der Fluchtbewegungen - zu bekämpfen"

Die Lage in Syrien, insbesondere in Aleppo, ist verheerend und bedarf einer sofortigen Intervention der internationalen Akteure, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Das syrische Regime, unterstützt von der russischen Luftwaffe, bombardiert bewohnte Orte und Krankenhäuser in Aleppo. Zurzeit sprechen Aktivisten aus Aleppo von über 500 Verletzten und 260 Toten. Allein in den letzten 10 Tagen sind 350 Luftangriffe mit 80 Fassbomben auf Aleppo niedergegangen.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) verurteilte in einer heutigen Erklärung die Angriffe "als Verbrechen gegen die Menschlichkeit" und fordert die Konfliktparteien auf, die Gewalt unverzüglich zu beenden und den vereinbarten Waffenstillstand im gesamten Land umzusetzen.
Weiter heisst es darin: "Die Europäische Union beklagt sich über Flüchtlingsströme, macht aber wenig Anstalten, den Terror in dieser Region - die Ursache der Fluchtbewegungen - zu bekämpfen. Jeder weitere Tag, an dem unschuldige Menschen sterben, wird die Gefahr von Flucht und Terror dramatisch erhöhen.

Es ist eine Schande, wie sich die Weltgemeinschaft untätig und ineffektiv seit nunmehr fünf Jahren im Bemühen für Frieden in Syrien  verhält. Nicht einmal eine Sicherheitszone konnte in dieser ganzen Zeit errichtet werden. Angesichts der gewaltigen Zerstörung rufen wieder  viele unserer Gemeinden zu Spenden auf, und zum bevorstehenden Freitagsgebet bitten wir inständig darum, dass Gott die schwachen Menschen von ihren Qualen erlöst und dass dieser grausame Krieg ein Ende nimmt."




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