Artikel Montag, 08.02.2016 |  Drucken

Ägypten war Partnerland bei weltgrößter Fruchtmesse - Von Taher Neef

Vom 3. bis zum 5. Februar 2016 fand in den Berliner Messehallen die Fachmesse Fruit Logistica statt. Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, teilte auf der Pressekonferenz am 2. Februar mit: „Die Fruit Logistica ist der größte Branchentreff des Fruchthandels. Wir erwarten 65.000 Fachbesucher.“ 

Rund 2.800 Aussteller aus 84 Ländern präsentierten sich in den Messehallen. 80 Prozent der Fachbesucher stammten aus dem Ausland, 90 Prozent der Aussteller ebenfalls. Mit 466 Ausstellern war Italien der größte Aussteller. Es folgten Spanien mit 340 und die Niederlande mit 294. 

In diesem Jahr war Ägypten das Partnerland. Am 3. Februar eröffnete der ägyptische Landwirtschaftsminister Dr. Essam Othman Fayed zusammen mit seinem deutschen Amtskollegen Christian Schmidt (CSU) die Fruit Logistica. 
Der Gast aus Kairo betonte in seiner Eröffnungsrede: „Ägypten weist mit Stolz daraufhin, wir haben die älteste Landwirtschaftskultur der Welt.“ 
Er erinnerte auch an die Worte des griechischen Historikers und Geographen Herodot, der bereits vor rund 2.500 Jahren von einem „Geschenk des Nils“ sprach, der das Land mit dem so lebenswichtigen Wasser versorge und die Leute damit nähre, da sie dadurch zahlreiche Felder bewirtschaften könnten. 

Heute stammen 14,7 % des Bruttosozialprodukts aus landwirtschaftlichen Erlösen. 30 % der arbeitenden Bevölkerung lebt von Ackerbau und Viehzucht. Im letzten Jahr erzielte das nordafrikanische Land 3,5 Milliarden US-Dollar durch den Export von Obst und Gemüse. 

Dr. Fayed regte an, deutsche Firmen sollten Investitionen in die Landwirtschaft und Ernährungsindustrie seines Landes tätigen. Das käme beiden Seiten zu Gute. Die Fruit Logistica mit seinem Land als Partner sei für Ägypten eine große Chance, die Leistungen einer sehr breiten Öffentlichkeit darstellen zu können. 
„Damit stärken wir auch die Stabilität der Region. Gerade Ägypten ist ein Stabilitätsanker des gesamten Nahen Ostens.“ 
Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt betonte, man müsse das hier gezeigte Engagement Ägyptens anerkennen und sich dafür aufrichtig bedanken. (Volker-Taher Neef, Berlin)




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