Newsnational Freitag, 27.06.2014 |  Drucken


Zum 5. Jahrestag der Ermordung von Marwa El-Sherbini in Dresden

Zentralrat erklärt den 1. Juli zum bundesweiten „Tag gegen antimuslimischen Rassismus“ - Aktion des Rates muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA)

Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) Aiman A. Mazyek wird an der Gedenveranstaltung im Dresdener Landgericht am 01. Juli 2014 um 13.00 Uhr aus Anlass des 5. Jahrestages der Ermordung der hochschwangeren Mutter, Ehefrau und Doktorandin, der Muslima Marwa El-Sherbiniteilnehmen.

Zusammen mit Sachsens Justizminister Jürgen Martens und weiteren Teilnehmern wird er dort an der Gedenktafel für Marwa El Sherbini weiße Rosen niederlegen, die symbolisch für Marwas Zivilcourage und ihren mutigen Eintritt für unseren Rechtsstaat stehen.

" Ihr Tod ermahnt uns alle wachsamer, wehrhafter und wirksamer als bisher, dem tendenziellen und offen gelebten Rassismus in unserer Gesellschaft energisch, mit aller Kraft und voller Überzeugung entgegen zu treten" Aiman Mazyek

Der Täter plante  seine hasserfüllte Tat, die er bereits im Vorfeld schriftlich angekündigt hatte, mit größter Heimtücke. Er ermordete Marwa El-Sherbini am 01. Juli 2009 während einer Gerichtsverhandlung, vor den Augen ihres Ehemannes, ihres Sohnes und in Anwesenheit des Richters aus Motiven des Islamhasses und des antimuslimischen Rassismus mit 18 Messerstichen.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland deklariert deshalb den 1. Juli zum bundesweiten  „Tag gegen antimuslimischen Rassismus“. Der ZMD ruft Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der bundesweiten, antirasisstischen Aktion des Rates muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA) zu beteiligen; hier der Weblink zur Initiative von RAMSA: http://www.tag-gegen-antimuslimischen-rassismus.de

Dazu sagte der ZMD-Vorsitzende abschließend: „Das Vermächtnis Marwa El-Sherbinis drückt sich in ihrer Zivilcourage, ihrer Toleranz und in ihrem beispielhaften Eintreten für das durch das Grundgesetz verbriefte Recht auf uneingeschränkte Freiheit der Religionsausübung aus. Marwa tat dies in beeindruckender, mutiger und vorbildlicher Weise und musste am Ende mit ihrem Leben dafür bezahlen. Ihr Tod ermahnt uns alle wachsamer, wehrhafter und wirksamer als bisher, dem tendenziellen und offen gelebten Rassismus in unserer Gesellschaft energisch, mit aller Kraft und voller Überzeugung entgegen zu treten“.



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