Newsnational Sonntag, 03.02.2013 |  Drucken

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Imame helfen gegen Extremismus

Vielversprechende Idee bundesweit ausgeszeichnet: Jugendliche stärken und zu befähigen, sich gegenüber religiös motivierten Extremismus zu emanzipieren

Düsseldorf - Die Idee eines runden Tisches mit den Moscheevereinen und Polizei (in dem Fall die Düsseldorfer Polizei) trägt erste Früchte. Die Imame sind besorgt - sie befürchten das Abdriften muslimischer Jugendlichen in den religiös motivierten Extremismus unter Muslimen.

Imame aus ganz NRW – rund 22 Gemeinden -  sind über die Deutsch-Islamische-Moscheestiftung Düsseldorf -  kurz. DIMS, einem Mitglied des ZMD - an den Düsseldorfer Beamten für islamische Institutionen herangetreten und haben um Mitwirkung gebeten. Daraus hat sich eine vielversprechende Projektidee entwickelt. Es geht im Kern darum, Jugendliche zu stärken und sie zu befähigen, sich gegenüber religiös motivierten Extremismus unter Muslimen emanzipieren. 

Das Projekt hat zudem beim deutschlandweiten Ideenwettbewerb des Bundesinnenministers  in der Kategorie "besonders innovative Projekte" den 2. Platz belegt; das Projekt wird für die nächsten zwei Jahre mit jährlich 15.000 Euro gefördert.

Staatliche „Aussteigerprogramme“ wirken abschreckend

Es besteht unbestritten islamisch die Notwendigkeit, jungen Menschen, die sich fehlorientierten, eine Perspektive aufzuzeigen und sie dazu zu motivieren, sich umzuorientieren. Staatliche „Aussteigerprogramme“ für extremistisch eingestellte Jugendliche und Heranwachsende bieten wenig Anreize, sich an diese zu wenden, da die Staatlichkeit hier eher abschreckend wirkt.  

Mehr Erfolg verspricht der Ansatz, Menschen, die in die Irre geleitet werden, religiöse Ansprechpartner zu vermitteln. Infrage kommen insbesondere Imame und Dialogbeauftragte der Moscheegemeinden, die religiöse Autorität besitzen. Hier kann es dann zum ausführlichen Diskurs kommen. Einstellungen des Jugendlichen zu religiösen und auch damit verbundenen weltlichen Fragen können theologisch fundiert hinterfragt und auch verändert werden.  

Nach einer solch wertschätzenden Zuwendung ist es erforderlich, den jungen Menschen eine Alternative bzw. Perspektive in Schule, Ausbildung und Studium anzubieten. Es geht dabei ausschließlich darum, den jungen Menschen bei deren Umorientierung zu helfen. Notwendig sei dem folgend in der 2. Phase des Programms die Kontaktaufnahme zu öffentlichen Institutionen (Ämter, aber auch Nichtregierungsorganisationen).




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