Newsnational Dienstag, 04.12.2012 |  Drucken

Verteidigung der Menschenrechte

Syrische Anwältin Razan Zaitouneh erhält deutschen Ibn Rushd Preis

Die Syrische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Razan Zaitouneh ist Trägerin des Ibn Rushd Preises für Freies Denken 2012. Die Verleihung des Preises fand letzte Woche in Berlin im Museum für Islamische Kunst im Pergamon-Museum statt. Der Preis  ist Persönlichkeiten gewidmet, die mit ihrem Denken  Veränderungen anstießen, und die die Folgen nur zu oft persönlich tragen mussten, Haft und Gewalt erlitten.
Und:"Die als Personen bahnbrechend waren für so viele andere, die nun ebenfalls bereit sind, für die Freiheit - des Denkens und der Menschen - zu kämpfen. Der Mut und die Beharrlichkeit der Menschen in den arabischen Ländern, die ihre Diktaturen kraftvoll, aber ohne Gewalt zu Fall brachten" heisst es weiter in der Urkundenbeschreibung des Vereins.

Syrien leidet seit Jahrzehnten unter einem totalitären Herrschaftssystem, das Freiheit negiert, jeden kleinsten Versuch, eine zivile Gesellschaft aufzubauen, im Ansatz erstickte. Es ist schwer, sich für Freiheit einzusetzen, wenn absoluter Freiheitsentzug nur als geringste der schwerwiegenden persönlichen Konsequenzen droht. Dennoch begannen junge Syrerinnen und Syrer aktiv und öffentlich zu politischen Reformen aufzurufen, seit nunmehr 18 Monaten

Razan Zaitouneh erhielt bereits den Anna Politkowskaja Preis für die Verteidigung der Menschenrechte sowie den vom europäischen Parlament verliehenen Sacharow Preis. Sie ist mit ihrem Engagement für die Menschenrechte und ihrem gewaltlosen Widerstand nicht nur ein Beispiel für die junge Generation, die persönliche Freiheit, Sicherheit und Leben für eine gesellschaftliche Veränderung riskiert, sie ist auch beispielhaft für die Frauen in den arabischen Revolutionen, die - besonders in Syrien - oft an vorderster Front gegen das Regime kämpfen, von westlichen Medien zu Unrecht weitestgehend ignoriert.



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