Newsnational Freitag, 31.08.2012 |  Drucken

ZMD: "Sicherheit von Andersaussehenden und Andersgläubigen scheint nicht mehr im ausreichenden Maße gewährleistet zu sein"

Türkische Familie mit fünf kleinen Kindern von zwei in Militäruniform gekleideten, bewaffneten Männern in ihrem Haus angegriffen und bedroht - Die ankommende Polizei führte zunächst das Opfer in Handschellen ab

In Betzdorf wurde eine Familie mit fünf kleinen Kindern von zwei in Militäruniform gekleideten, bewaffneten Männern in Ihrem Haus angegriffen und bedroht. Die Opfer versuchten, die Angreifer mit Küchenmessern zu vertreiben. Die ankommende Polizei führte das Opfer in Handschellen ab. Aufgrund von Videoaufnahmen der Tat, wurde er wieder freigelassen. Die Suche nach den eigentlichen Tätern wurde verspätet eingeleitet. Ärztliche Nothilfe zur Versorgung der unter Schock stehenden Kinder kam Stunden später nach erneuter Anforderung. Der Bruder des Opfers hat Anzeige gegen die Polizei wegen Nachlässigkeiten erstattet, die Ermittlungen laufen.

Hierzu erklärte die Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime in Deutschland heute in Köln

„Die Sicherheit von Andersaussehenden und Andersgläubigen Menschen scheint nicht mehr im ausreichenden Maße gewährleistet zu sein. Der Virus des Rassismus nimmt immer gefährlichere und brutalere Züge an. Das Video der Tat lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Welche Angst und Verzweiflung musste diese Familie, insbesondere die Kinder, ertragen müssen“. Und abschließend sagte Frau Soykan: „Nicht hinnehmbar sind die Fehler des Polizeieinsatzes und nachfolgenden Fahndung. Wir fordern hier lückenlose Aufklärung. Parallelen zum Mordfall von Marwa Sherbini im Gericht und Verwicklungen der NSU- Fällen  werden wieder wach, wo als erstes die Opfer verdächtigt wurden “.



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