Newsinternational Montag, 27.08.2012 |  Drucken

"Nicht weniger als die Glaubwürdigkeit der Sicherheitsbehörden und das Vertrauen der Bürger in den Staat steht auf dem Spiel"

ZMD zum Verbot dreier Neonazi-Gruppen und Razzien in der Rechtsextremisten-Szene durch Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) - Link zur mahndenen Rede des Bundespräsidenten in Rostock

Die Generalsekretärin Nurhan Soykan kommentiert am Freitag in Köln das Verbot dreier Neonazi-Gruppen und Razzien in der Rechtsextremisten-Szene durch Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) so:

"Nicht weniger als die Glaubwürdigkeit der Sicherheitsbehörden und das Vertrauen der Bürger in den Staat steht auf dem Spiel, angesichts vieler ungeklärter Fragen zu den NSU-Morden und - Anschlägen, wie z.B. das Kölner Nagelbomben-Attentat im Jahr 2004. Deshalb ist es wichtig, wenn jetzt entschieden durchgegriffen wird, damit der Nährboden für Extremismus und Rassismus in Deutschland nach all den Jahren endlich entzogen wird“.

"Es ist Vergangenheit, was uns heute hier in Lichtenhagen zusammenführt – was wir erinnern, was wir beklagen, was uns beschämt: Alles war vor zwanzig Jahren. Es ist Vergangenheit – das war mein erster Satz. Aber der zweite Satz heute kann nur lauten: Es ist die Gegenwart, die unsere Wachsamkeit, unsere Entschlossenheit, unseren Mut und unsere Solidarität braucht" - Der Bundespräsident zu Rostock am 26.08.12, siehe auch unterer Link

„Die Lichterketten in Rostock -Lichtenhagen, Solingen und Mölln und Dresden sind erloschen wie die Kerzen auf der Gedenkveranstaltung für die Opfer der NSU-Morde. Nicht erloschen jedoch sind die weiter steigenden Delikte der Rechtsextremisten und  der Alltagrassismus gegen Andersdenkende und Andersaussehende“, so die Soykan abschließend



Lesen Sie dazu auch:
Vollständige Rede des Rede des Bundespräsidenten zum 20. Jahrestages der Progrome in Rostock-Lichtenhagen

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