Newsnational Samstag, 10.12.2011 |  Drucken

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Zum Tag der Menschenrechte erhält die erste arabische Frau den Friedensnobelpreis

ZMD traf Tawakkul Karman erstmals in Berlin - Empfang im Auswärtigen Amt

Heute zum Tag der Menschenrechte wird im Rathaus von Oslo der Friedensnobelpreis an Tawakkul Karman aus Jemen und die Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf sowie die Bürgerrechtlerinnen Leymah Gbowee, beide aus Liberia, überreicht. Die ZMD-Generalsekretärin Nurhan Soykan beglückwünschte bereits die Preisträgerinnen direkt nach der Bekanntgabe im Oktober (siehe unterer Link)

„ Dass am Internationalen Tag der Menschenrechte drei Frauen den Friedensnobelpreis erhalten, ist ein besonders Zeichen, dass der Kampf für Menschenrechte und Frieden in der Welt in vieler Hinsicht der emsigen und standhaften Arbeit der Frauen zuzuschreiben ist“.

Tawakkul Karman (32) wurde zur wichtigsten Stimme der jemenitischen Jugendbewegung und ist die erste arabische Frau, die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird. Die verheiratete Mutter von drei Kindern gilt als Mutter der jemenitischen Revolution.

Im Rahmen eines Empfanges im Auswärtigen Amt in dieser Woche, wozu Staatsminister Dr. Werner Hoyer geladen hatte (siehe Bild u.a.), beschrieb Frieden- und Menschenrechtsaktivistin die Situation in Jemen sehr eindrucksvoll. Die anwesenden Experten aus Politik und Gesellschaft erhielten so eine direkte Vorstellung über den gegenwärtigen Stand der Revolution und die prekäre Lage der Menschenrechte unter dem gegenwärtigen Regime, welches weiterhin nicht bereit ist, den Weg frei für die Demokratie zu machen.

Dabei untermauerte die Friedensnobelpreisträgerin Karman, die auch von Außenminister Guido Westerwelle zu einem einstündigen Gespräch empfangen wurde, ihre Absicht einen modernen, zivilen und demokratischen Staat aufzubauen. „Der Jemen wird ein starkes Land werden, in dem alle Bürger die gleichen Rechte genießen. Das Land wird eine strategische Stütze für die regionale und internationale Sicherheit bilden."

ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek zusammen mit den Ehrenvorsitzenden Nadeem Elyas und weiteren Delegierten wohnten ebenfalls der Veranstaltung im Auswärtigen Amt bei und bekundeten ihre Freude und Stolz, „Schwester Tawakkul“ in Deutschland willkommen zu heißen. Mazyek dankte Staatsminister Hoyer für die Ermöglichung dieses außergewöhnlichen Empfanges und die gute Zusammenarbeit.



Lesen Sie dazu auch:
Generalsekretärin Nurhan Soykan gratuliert der Friedensnobelpreisträgerin Tawakkul Karman

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