Newsinternational Donnerstag, 02.02.2012 |  Drucken

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Schweiz: Nicht mit Provokation die Islamphobie abbauen

Muslime distanzieren sich vom sogenannten „Zentralrat der Muslime der Schweiz“

Seit Monaten provoziert der sogenannte „Zentralrat der Muslime in der Schweiz“ mit medienwirksamen Auftritten und blamiert regelmäßig die muslimische comnunity. Überproportional werden werden dabei die Eskapaden seines Vorsitzenden Nicolas Blancho in der Öffentlichkeit vorgeführt. Kürzlich wehrten sich die muslimischen Gemeinden in der Schweiz und distanzieren sich von der Haltung Blanchos, der mit seien schrillen und verzerrenden Mittel jetzt auch noch Nazivergleiche anstellt.

Die Arbeitsgemeinschaft „Islamische Verbände Schweiz (IVS), beteiligte sich beispielsweise nicht an der Kundgebung, die der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) vergangenen Woche ausrief.

In einer Stellungnahme vom 28.Oktober 2011 der islamischen Verbände in der Schweiz, die von Dr. H. Maizar Dr. F. Afshar unterzeichneten wurden und die islam.de vorliegt heißt es u.a. „Auch wenn das Thema grundsätzlich berechtigt ist, mit einem «Tag gegen Islamophobie» auf die Ausgrenzung und Diskriminierung hinzuweisen, die viele muslimische Frauen und Männer in der Schweiz fast täglich erfahren. Auch unsere Mitglieder leiden darunter, wenn ihnen allein wegen ihrer Religionszugehörigkeit wegen mit Misstrauen und Ablehnung begegnet wird. So entschieden wir Muslime für die Schweizer Rechtsordnung eintreten, so entschieden fordern wir auch, dass die Grundrechte der Bundesverfassung für uns genauso ohne Diskriminierung gelten, wie für alle anderen Einwohner des Landes.

Wir sind der Meinung, dass unser Engagement gegen Islamophobie sich nicht der gleichen schrillen und verzerrenden Mittel bedienen darf - Schweizer Muslime

Die Arbeitsgemeinschaft „Islamische Verbände Schweiz“ wendet sich unmissverständlich gegen alle Formen der Diskrimination und Islamophobie. Doch sind wir der Meinung, dass unser Engagement gegen Islamophobie sich nicht der gleichen schrillen und verzerrenden Mittel bedienen darf. Deshalb erachten wir es als falsch und schädlich, dass der IZRS die Diskriminierung von Muslimen mit einer Art Stern thematisiert, welcher dem Judenstern der Nationalsozialisten nachempfunden ist.

Es verbietet sich, die aktuelle Diskriminierung von Muslimen mit dem Völkermord der Nazis an den Juden in Verbindung zu bringen. Der IZRS schadet mit solchen propagandistischen Mitteln dem Image und den Interessen der Muslime in der Schweiz…“



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