Newsinternational Mittwoch, 02.03.2011 |  Drucken

Wilders-Karikatur nach massiven Drohungen entfernt

Wilders-kritische Karikatur in den Niederlanden nach Drohungen gegen Webseite wieder entfernt – War die Weihnachtsansprache der Königin zensiert? Personenschutz für Webseiten-Betreiber

Aufgrund massiver Drohungen gegen ihre Mitarbeiter hat die niederländische Rundfunkgesellschaft Vara eine Karikatur von ihrer Website joop.nl entfernt, die den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders als Lageraufseher zeigt. Anlass für die Karikatur war der Vorschlag des Rechtspopulisten, sogenannte „Asoziale“ und ihre Kinder einzusperren und in Sammellagern mit Wohncontainern zu konzentrieren. „Die Drohungen haben sich gegen prominente Persönlichkeiten der Vara gerichtet und waren so ernst, dass diese Personenschutz in Anspruch nehmen mussten“, so Francisco van Jole, Chefredakteur von Joop.nl. Dabei stünden die Betroffenen in keiner Beziehung zur Veröffentlichung der Zeichnung. Wilders, Vorsitzender der niederländischen Partei für die Freiheit (PVV), hatte die Karikatur als Nazi-Vergleich vehement kritisiert und zu einen Boykott des Senders „Vara“ aufgerufen.

War die Weihnachtsansprache der Königin zensiert?

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Meldung in den Niederlanden für Aufregung gesorgt, wonach die Weihnachtsansprache von Königin Beatrix zensiert worden sein soll. Pfarrer Huub Oosterhuis, ein Vertrauter des Königshauses, äußerte den Verdacht, dass Premierminister Mark Rutte und der Wilders die Weihnachtsansprache von Beatrix im vergangenen Jahr abgeändert hätten. Oosterhuis sei schnell klar gewesen, „dass die Königin Dinge nicht sagen durfte, die sie sagen wollte“. „Sie wurde zensiert, weil die PVV mit ihrer Rede nicht einverstanden war“, so der Pfarrer weiter. Unter großem Druck der PVV musste Oosterhuis inzwischen seine Aussagen zurück nehmen.



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