Artikel Samstag, 06.11.2010 |  Drucken

"Freiheitspreis" für Vorurteile und Spaltung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen

ZMD kritisiert diesjährige Vergabe des Freiheitspreises der FDP Stiftung an Necla Kelek scharf

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) nennt die Verleihung des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung an Frau Necla Kelek ein falsches und unverantwortliches Signal in der ohnehin völlig überhitzten Integrationsdebatte.

„Die FDP-nahe Naumann-Stiftung zeichnet eine Islamkritikerin aus, die Vorurteile und die Spaltung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen vorantreibt. Das dient alles andere, als der Stärkung der Freiheit, vielmehr erfahren dadurch extreme Ränder Zulauf und die Mitte wird weiter geschwächt“, sagte heute der Zentralratsvorsitzender Aiman Mazyek in Köln.

Keleks pseudowissenschaftlicher Ansatz und Kardinalfehler ständig soziale und wirtschaftliche Konflikte und Probleme bei Zuwanderern als „islamisch“ zu beschreiben ist hinlänglich bekannt und längst seitens der seriösen Wissenschaft als solcher kritisiert und widersprochen worden.

Hinzu kommen ihre wiederholten Beleidigungen der Muslimas und Muslime, so hat Kelek erst kürzlich in einem ZDF Forum am Freitag Interview den angeblich gesteigerten Sexualtrieb von muslimischen Männern und die Sodomie als islamische Handlung deklariert. Kopftuchtragende Frauen, die ohnehin schon stark von Diskriminierung betroffen sind, werden von ihr als "Islam Bitches“ bezeichnet.

"Ein Freiheitspreis gebührt Menschen, die für eine gelungene Integration und ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen einstehen, und nicht denjenigen die Diskriminierung und Verachtung salonfähig machen, die Würde von Menschen anderen Glaubens in den Schmutz ziehen und damit ein Menschenrecht verletzen“, sagte Mazyek weiter.

Diese Auszeichnung ist ein weiterer trauriger Höhepunkt der politischen Islamkarikatur, welche Muslimas und Muslime jeden Tag in Deutschland erleben.



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