Newsinternational Mittwoch, 14.07.2010 |  Drucken

Wirtschaftskrise heizt Rassismus an

Europarat warnt: Im Vorjahr mehr Übergriffe auf Minderheiten also zuvor – Muslime, Roma und Schwarze besonders betroffen

Im Zuge der Wirtschaftskrise habe sich ein zunehmender Rassismus bemerkbar gemacht, warnt die „European Commission against Racism and Intolerance" (ECRI) des Europarates in Straßburg. Man zeige sich "besonders betroffen über einen allgemeinen Anstieg des Rassismus in Europa", so die VerfasserInnen des aktuellen ECRI-Jahresberichts.

Auch tätliche Angriffe

Im Zuge der Krise und der verschärften Konkurrenz um knappe Arbeitsplätze seien Hass und Intoleranz gegenüber Minderheiten stark angestiegen. Zuwanderung sei zunehmend als etwas Negatives wahrgenommen worden. Besonders darunter leiden würden Minderheiten, die zwar schon seit langem im Land leben, aber dennoch als Neulinge behandelt würden - etwa Roma, Schwarze und Muslime. Es habe mehr verbale und tätliche Angriffe auf Minderheiten gegeben, auch rassistische oder antisemitische Beschmierungen hätten sich gehäuft.

ECRI sieht einen dringenden Bedarf einer stärkeren Anti-Diskriminierungskontrolle. Die Kommission "bedauert", dass 29 der 47 Mitgliedsstaaten des Europarats - darunter auch Österreich - das zwölfte Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), das ein generelles Diskriminierungsverbot vorsieht, noch nicht ratifiziert haben. (Quelle:derStandard.at, 8.7.2010)




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