Leserbriefe Dienstag, 10.08.2004 |  Drucken

Leserbriefe



Abdul Hadi Christian Hoffmann: Antwort auf Leserbrief von M. Belal El-Mogaddedi schrieb:



Den Leserbrief von M. Belal El-Mogaddedi möchte ich gerne zum Anlass nehmen, einige Missverständnisse über die „Muslimische Akademie in Deutschland“ zu korrigieren, die leider durch ungenaue Berichterstattung entstanden sind:

Die „Muslimische Akademie in Deutschland e. V.“ wurde am 30. Juni 2004 in Berlin gegründet. Gründer und Mitglieder der Akademie sind ausschließlich Musliminnen und Muslime. Sie haben türkische, iranische, ägyptische, afghanische, marokkanische, sudanesische, pakistanische und deutsche Wurzeln und kommen aus einer Vielzahl von Glaubensrichtungen.

Die Idee zu dieser Initiative kam von Frau Prof. John, der langjährigen Ausländerbeauftragten des Berliner Senats, und Herrn Dr. Krüger, dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, dessen Haus den Prozess aktiv unterstützte ebenso wie Andreas Freudenberg, dem Leiter der Werkstatt der Kulturen.

Der Gründung vorausgegangen sind rund vierzehn Monate intensiver Beratungen zwischen den Mitgliedern des „Arbeitskreises Islamische demokratische Bildung“, einer Gruppe von Vertretern der christlichen Religionen, der politischen Bildung, der interkulturellen Kommunikation und einer Anzahl von Muslimen. Zu diesem Arbeitskreis gehörten neben den oben erwähnten Persönlichkeiten auch Ralph Ghadban und Johannes Kandel ebenso wie Christian Troll. Der Arbeitskreis hat mit der Gründung der Akademie seine Arbeit beendet und sich selbst aufgelöst.

Ziele und Aufgabenprofil der Akademie sind festgelegt im Manifest, das von der muslimischen Gruppe entworfen, im Arbeitskreis diskutiert und im Dezember 2003 einstimmig verabschiedet wurde.

Darin heißt es:

„1Die Akademie unterstützt die Muslime in Deutschland dabei, ihren Standort zu bestimmen im sich stets ändernden Kräftefeld von

-Religion, säkularer Gesellschaft und Demokratie

-Unterschiedlicher kultureller Prägungen

-Individueller Verantwortung und gesellschaftlicher Solidarität in einer von Globalisierung, Struktur- und Wertewandel geprägten Gesellschaft.

2Wir werden Muslime unterschiedlicher Herkunft in ihren kulturellen Äußerungen, in ihrer politischen Artikulation und der Vertretung ihrer Interessen stärken und damit einen Beitrag zu mehr Partizipation in Gesellschaft und Politik leisten.

3Wir werden einen Beitrag zur offenen Gesellschaft leisten, indem wir Wissen über den Islam und die Muslime vermitteln und das wechselseitige Verständnis fördern.“


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