Newsnational Samstag, 26.09.2009 |  Drucken

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ZMD verurteilt Gewalt in den jüngsten Hassvideos

ZMD-Vorsitzender Ayyub Köhler: "Verirrte Muslime, wie Herr Harrach, haben in unseren Reihen keinen Rückhalt"

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) verurteilt mit aller Entschiedenheit die jüngsten Hassvideos im Internet. Der ZMD fordert die Extremisten in einer gestern abend veröffentlichten Stellungnahme auf, dem Terrorismus und der Gewalt abzuschwören.

Wörtlich heisst es da: "Terrorismus hat nichts mit Islam zutun. Hass und Gewalt ist nicht die Lehre des Islam. Wir Muslime sind ein Teil Deutschlands. Auch wir Muslime leiden unter dem Terror. Wir sitzen in einem Boot. Auch wir wollen in Frieden und in Sicherheit leben."

Von den islamsichen Gemeinden in Deutschland geht keine Gewalt aus. "Das soll auch so bleiben". Der Vorsitzende des Zentralrat der Muslime in Deutschland, Dr. Ayyub A. Köhler sagte dazu: „Verirrte Muslime, wie Herr Harrach, haben in unseren Reihen keinen Rückhalt und wir tun alles, was in unseren Möglichkeiten liegt, uns und die gesamte Gesellschaft vor Gewalt und Hasspredigern zu schützen, den Extremismus zu bekämpfen und diesen Terroristen das Handwerk zu legen“.

Wer für den Islam und die Muslime Gutes tun will, soll, so der ZMD-Vorsitzende weiter, das mit seinem guten Verhalten und dem Friedenmachen beweisen. Dies schreibt uns unsere Religion vor.

Zuvor hat der ZMD-Generalsekretär Aiman Mazyek in einem Kommentar in einer grossen deutschen Tageszeitung Herrn Harrach direkt geantwortet (siehe auch untere link). Darin verwahrte er sich vor der "infame Weise deutsche Muslime zu beeinflussen" und sprach sich dafür aus, dass man mit den Muslimen zusammen sachlich und offen über Austeigerprogramme und Extremismusbeauftragte reden sollte.
Auch er erinnerte daran, dass von der überwältigenden Mehrheit der Muslime keine Gefahr ausgehe und zitierte den den Ausspruch des Propheten: „Der Gläubige ist derjenige, vor dem die Menschen in Sicherheit sind“.



Lesen Sie dazu auch:
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