Leserbriefe Freitag, 14.04.2006 |  Drucken

Leserbriefe



Marwan Hassan schrieb:
Zum Artikel: Provokation vor Ostern: Jesus und Papst in „in gröbster Weise in den Schmutz“ gezogen.


Noch vor kurzem haben die Muslime sich über die Karikaturen über den Propheten Muhammad aufgeregt. In weiten Gebieten der islamischen Welt haben sich viele positive Demonstrationen gebildet, aber leider auch barbarisches Verhalten. Erinnern wir uns doch an Vers 16:125 "Lade zum Wege Deines Herren ein mit Weisheit und gutem Rat und diskutiere mit Ihnen mit der die besser ist (also die Gute Art und Weise). Dein Herr, er weiss besser wer von seinem Pfad verloren ist und er kennt diejenigen die rechtgeleitet sind"

Was sagt uns dieser Vers. Er sagt uns, dass wir ein Vorbild seien und nicht nur meckern und schimpfen sollen. Dies erfordert die Weisheit, die Weisheit welche auch die Kirchen auf unsere Seite gebracht hat, als man versuchte die Karikaturen mit Meinungsfreiheit zu setzen.

Lass uns ein Vorbild sein in diesem Lande, wo viele von uns negativ auffallen. Lasst und eine Stimme erheben und ebenso für die religiösen Gefühle unserer christlichen Mitmenschen uns aufrichtig stark machen.

Auf MTV soll eine Satire starten in der die christlichen Gefühle, allerdings auch unsere, massiv beleidigt werden. Die Rede ist von einem nackten "Christus mit Dornenkrone als Werbefigur, der amüsiert auf das leere Kreuz schaut mit dem Text: Lachen statt rumhängen; ein Papst als Witzfigur und ein korrupter Kardinal, der Waisenkinder in die Sklaverei verkauft, in einer Comicserie" (übernommen aus dem Artikel auf islam.de)

Protest muss nicht mit Steine werfen und Jammern sein. Ein T-Shirt mit einer Aufschrift respektiert Jesus getragen von den Muslimen ist z.B. ein Zeichen unserer Teilnahme, oder eine gemeinsame Erklärung gegen religiöse Beleidigungen.

Wie sollen wir von der Welt erwarten unsere religiösen Gefühle zu respektieren, wenn wir uns für andere nicht stark machen?!
Wie sollen wir von unserer Heimat -Deutschland- erwarten uns als Teil der Gesellschaft zu akzeptieren, wenn wir nur unsere eigenen religiösen Forderungen stellen, aber diese der andere ignorieren?!

Wir leben in einer Zeit, wo der Islam als barbarisch, gewaltbereit, diskriminierend, Frauen unterdrückend und rückständig betrachtet wird. Viele dieser Vorwürfe sind zu unrecht entstanden andere haben einen Kern Wahrheit inne, aber was haben wir getan um diese Vorwürfe zu tilgen?

Hier ist unsere Chance zu zeigen, dass der Koran und die diversen islamischen Strömungen andere Religionen respektieren, ebenso wie die eigene. Oder kann jemand aus dem Koran, der Sunnah, dem Ijmaa, dem Qiyas, der Maslaha, oder sonst einer der islamrechtlichen Instrumenten belegen, dass man den Islam nicht beleidigen darf, aber doch die anderen Glaubensrichtungen?
Das wäre nicht im Sinne des Islams noch der Vernunft und dementsprechend auch nicht der Weisheit aus Vers 16:125.
Wir habe eine Verantwortung. Bitte nimmt diese wahr.


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