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Donnerstag, 12.12.2013

4.500 von 320.000 muslimischen Schüler erhalten Islamunterricht

Nordrhein-Westfalen legt ersten Lehrplan für islamischen Religionsunterricht in Zusammenarbeit mit den Islamischen Religionsgemeinschaften vor

Zwar gibt es das Unterrichtsfach in NRW schon seit Sommer 2012 – jedoch steht es erst bei 61 Schulen, darunter 25 weiterführenden, auf dem Stundenplan. Und erst jetzt, anderthalb Jahre nach seiner Einführung, hat Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) den ersten Lehrplan für den Unterricht an Grundschulen in Kraft gesetzt. Ein von der Landesregierung berufener Beirat aus Vertretern muslimischer Organisationen (DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD) hat das Curriculum abgesegnet.

Derzeit erhalten nur 4.500 von insgesamt rund 320.000 islamischen Schülern in NRW einen bekenntnisgebundenen Unterricht. Auch in anderen Bundesländern gibt es Modellprojekte, jedoch noch nirgendwo einen flächendeckenden islamischen Religionsunterricht. Es ist noch ein weiter Weg hin zu einem „ganz normalen“ Fach.

Trotz wichtiger Schritte dürfte also der Rechtsanspruch muslimischer Schüler auf Religionsunterricht noch lange nicht erfüllt sein, da Politik nicht bereit ist im Bildungshaushalt Taten folgen zu lassen – Die derzeitige Bedarfsabdeckung bei weniger als 2 % der muslimischen Schüler in NRW ist zunächst der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, siehe auch folgender Artikel dazu: Baustelle Islamischer Religionsunterricht am Beispiel NRW