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Donnerstag, 13.04.2023


Foto: ACK

Interreligiöses Projekt „Weißt Du, wer ich bin?“ startet in eine neue Runde

Einzelinitiativen zur Prävention von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus können sich bewerben und mit bis zu 15.000 Euro gefördert werden

Das bundesweite interreligiöse Projekt „Weißt du, wer ich bin?“ startet eine neue Phase. Getragen wird das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Zentralrat der Juden in Deutschland und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM).Das Projekt wird maßgeblich vom Bundesministerium des Innern und Heimat mit einer Summe von 1,3 Mio. Euro gefördert.

Mit dem Geld sollen interreligiöse Initiativen unterstützt werden, die das friedliche Zusammenleben in Deutschland und die gesellschaftliche Integration fördern. Inhaltlich liegt der Förderschwerpunkt diesmal auf der Prävention von Antisemitismus, antimuslimischem Rassismus und Religionsfeindlichkeit. Einzelinitiativen können sich in den Jahren 2023-2025 bewerben und mit bis zu 15.000 Euro gefördert werden.

Interreligiöse Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen

„Die Neuauflage des Projekts: ‚Weißt du, wer ich bin?‘ ist wirklich wichtig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt‘‘ betont Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, die Hauptträgerin des Projektes ist. „Ich bin davon überzeugt, ohne dieses Projekt wären viele gesellschaftliche Herausforderungen bei der Integration neu Hinzugekommener längst nicht so erfolgreich gemeistert worden. So geht friedliches Miteinander!‘‘, hebt Miron hervor.

Auch der Sprecher des Koordinationsrat der Muslime, Murat Gümüş, betont die Bedeutung des Projekts, insbesondere in herausfordernden Zeiten der Kriege, des Klimawandels und der hohen Inflation. Über das Nachrichtenmagazin IslamiQ erklärte Gümüş weiter, dass das Projekt eine gute Unterstützung bietet, „interreligiöse Perspektiven auf diese Trends zu werfen und gesellschaftliche Synergieeffekte zu schaffen“.

Projektförderung wird ausgeweitet

Für Deutschland einmalig ist auch die große Bandbreite der finanzierten interreligiösen Vorhaben. Von dem niedrigschwelligen Sich-Begegnen und Kennenlernen im Rahmen eines interreligiösen Speed-Datings für Familien, über die Förderung eines interreligiös-interkulturellen Handpuppentheaterstücks für Kinder bis hin zu einem christlich-muslimisch-jüdischen Konzert reicht die Vielfalt an geförderten Initiativen. Diese soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.

Neben der Förderung von Einzelinitiativen sind auch regionale Veranstaltungen, Netzwerktreffen und interdisziplinäre Fachtage geplant. Der nächste Fachtag wird voraussichtlich am 21. November 2023 in Berlin stattfinden.

Für das nun laufende Projektjahr 2023 können ab sofort wieder fortlaufend Anträge gestellt werden. Die Fristen zu denen jeweils viermal im Jahr Anträge eingereicht werden können lauten wie folgt: 15. April/15. Juni/15. September/15. Dezember.