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Montag, 16.01.2023

Erste Seelsorge-Ausbildung am Islamkolleg Deutschland endet

Am IKD werden sowohl Imaminnen und Imame als auch Seelsorgepersonal in deutscher Sprache aus- und weitergebildet. Es ist die erste verbandsübergreifende und staatlich geförderte Einrichtung – ZMD ist Gründungsmitglied

Osnabrück (KNA) Der nach Angaben der Organisatoren erste bundesweite Kurs für muslimische Seelsorger endet kommende Woche in Osnabrück. An der einjährigen Ausbildung hätten 32 Frauen und Männer teilgenommen, teilte das 2021 eröffnete Islamkolleg Deutschland (IKD) am Freitag mit. Sie könnten künftig in Institutionen wie Krankenhäusern, Justizvollzugsanstalten, Bundeswehr und dergleichen arbeiten, so IKD-Direktor Bülent Ucar.

Am IKD werden sowohl Imaminnen und Imame als auch weiteres Seelsorgepersonal in deutscher Sprache aus- und weitergebildet. Es handelt sich um die erste verbandsübergreifende und staatlich geförderte Einrichtung ihrer Art in der Bundesrepublik. Zu den Gründungsmitgliedern gehört u.a der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD).

Die Seelsorgeausbildung lehnt sich laut IKD konzeptionell an die Seelsorgeausbildungsstandards der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie an. Dazu gehörten Präsenzwochenenden in Osnabrück und Mannheim, digitale Lehrveranstaltungen, Supervisionssitzungen sowie Praktika in verschiedenen Einrichtungen. Die Kurstage wurden laut Angaben teilweise interreligiös von je einem islamischen und christlichen Seelsorger geleitet.

Die Abschlussfeier der Absolventen und Absolventinnen findet am 21. Januar in der Katholischen Familienbildungsstätte in Osnabrück statt.