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Mittwoch, 12.10.2022

Al-Azhar verurteilt Koranverbrennung in Hebron (Al-Chalīl)

"inakzeptable Schweigen der internationalen Gemeinschaft", die es versäumt habe, die Unverletzlichkeit von Völkern und heiligen Stätten zu schützen.

Die Kairoer Al-Azhar-Moschee hat die Verbrennung eines Korans durch israelische Siedler in Hebron im besetzten Westjordanland verurteilt. Es handele sich um "eine Szene, die die Barbarei, den Terrorismus und den hasserfüllten Rassismus des Zionismus zeigt", heißt es laut palästinensischen Medienberichten in einer Erklärung von Dienstag.



Vergleichbare Taten schürten Hass und Gewalt, so Al-Azhar in der Erklärung. Darin kritisiert die sunnitische Einrichtung das "inakzeptable Schweigen der internationalen Gemeinschaft", die es versäumt habe, die Unverletzlichkeit von Völkern und heiligen Stätten zu schützen.



Die Al-Azhar-Moschee ist die älteste Moschee Kairos und eines der bedeutendsten islamischen Gotteshäuser Ägyptens. An sie angegliedert ist eine Universität mit heute rund 20.000 Studienplätzen, die als eine der bedeutendsten Lehrstätten des sunnitischen Islams gilt.



Palästinensische Medien hatten unter Berufung auf den Direktor der islamischen Wakf-Behörde in Hebron berichtet, dass jüdische Siedler am Montag den Koran entweiht hätten, indem sie Koranausgaben verbrannt, zerrissen und auf den Müll geworfen hätten.



Auch der Großmufti von Jerusalem und den palästinensischen Gebieten, Scheich Muhammad Hussein, verurteilte die Tat laut Berichten. Sie sei Ausdruck eines rassistischen Diskurses gegen den Islam und führe zu Spannungen