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Mittwoch, 28.09.2022


Bundeskanzler will Fußball-WM in Katar festhalten

"Zur Kenntnis nehmen wir, dass es auch Fortschritte in Fragen gibt, um die lange gerungen werden musste", sagte Scholz; "etwa, was die Situation von Beschäftigten betrifft; auch wenn das noch lange nicht den Vorstellungen entspricht, die wir selbst haben".

Doha/Berlin (KNA) An der Vergabe der Fußball-WM nach Katar ist nach den Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz nicht mehr zu rütteln. "Hier wird die Weltmeisterschaft stattfinden, und das ist eine Entscheidung, die schon lange getroffen worden ist", sagte Scholz am Sonntag in Katars Hauptstadt Doha bei der letzten Station seiner Reise auf die Arabische Halbinsel.

Das Votum der Weltfußballverbandes FIFA für Katar war von Anfang an umstritten. Kritiker prangern immer wieder Verletzungen der Menschenrechte in dem Land an. Beim Bau der WM-Stadien sollen Arbeiter unter sklavenähnlichen Bedingungen geschuftet haben. Umweltschützer monieren unter anderem hohe Energiekosten, um die Spielstätten in dem Wüstenstaat mittels Klimaanlagen auf ein erträgliches Maß herunterzukühlen.

"Zur Kenntnis nehmen wir, dass es auch Fortschritte in Fragen gibt, um die lange gerungen werden musste", sagte Scholz; "etwa, was die Situation von Beschäftigten betrifft; auch wenn das noch lange nicht den Vorstellungen entspricht, die wir selbst haben".

Welche Politiker zur WM nach Katar reisen, sei noch nicht entschieden, so der Kanzler. "Aber es wird schon so sein, dass jemand dabei sein wird." Es handele sich um ein großes Sportereignis, "bei dem sich all diejenigen freuen, die daran teilnehmen, gewinnen wollen und sich miteinander messen, und bei dem es auch viele Zuschauer geben wird".