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Mittwoch, 24.08.2022

ZMD: Es gibt dafür niemals eine Rechtfertigung

Mazyek: „Nichts auf der Welt, aber auch gar nichts – Glaube und Religion selbstverständlich auch nicht - rechtfertigt solch einen niederträchtigen Mordversuch. Der Täter muss die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen“

Salman Rushdie wird seit Jahrzehnten von Fanatikern verfolgt. Wegen seines Werks "Die satanischen Verse" aus dem Jahr 1988 hatte der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini zur Tötung des Autors aufgefordert.



Zahlreiche Politiker verurteilten die Gewalttat gegen Rushdie vor einigen Tagen und betonten die Bedeutung von Grundrechten und Meinungsfreiheit. Direkt nach der Tat veröffentlichte ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek folgende inzwischen weit verbreitete Wortmeldung: „Nichts auf der Welt, aber auch gar nichts – Glaube und Religion selbstverständlich auch nicht - rechtfertigt solch einen niederträchtigen Mordversuch. Der Täter muss die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen."



Salman Rushdie war bei einer Veranstaltung in Chautauqua im Westen New Yorks lebensgefährlich attackiert worden. Wenige Minute zuvor hatte der Attentäter die Bühne betreten, um über verfolgte Künstler zu sprechen. Hadi M., ein 24-Jähriger, der in New Jersey lebt, stach zehn Mal auf Rushdie ein. Der junge Mann reiste mit dem Bus an und kaufte sich ein Ticket für die Veranstaltung. Die Behörden gehen deshalb von einem geplanten Attentat aus. Bei der Veranstaltung an der Chautauqua Institution unweit der Stadt Buffalo waren jedoch die Sicherheitsvorkehrungen gering. Die Taschen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden nicht kontrolliert, es gab auch keine Überprüfungen durch Metalldetektoren. Der 75-jährige Rushdie war zunächst im Krankenhaus operiert und an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden, hatte sein Agent Wylie am Freitagabend der "New York Times" mitgeteilt. Er könne nicht sprechen und werde wahrscheinlich ein Auge verlieren. Außerdem seien Nervenstränge in seinem Arm durchtrennt und seine Leber beschädigt worden.